Ältester Korpsstudent Deutschlands

Horst Alsleben, dem größten Kenner des Klosters Dobbertin, ist der Hinweis auf den seinerzeit ältesten Corpsstudenten zu verdanken: Carl Bassewitz kam am 3. November 1809 zu Neuhof bei Warin zur Welt. Nach dem Abitur an der Domschule Güstrow studierte er Theologie in Rostock. Seit 1832 bei Vandalia aktiv, klammerte er dreimal die erste Charge (Kösener Korpslisten 1910, 185/293). „Wegen wiederholten unbefugten Badens in der Ostsee am Strande des Fischerdorfes Warnemünde, sowie wegen nicht genügenden Kollegienbesuches erhielt er das Consilium abeundi. Von seinem Korps Vandalia feierlich geleitet, verließ er Rostock, um seine Studien in Berlin fortzusetzen und in Leipzig abzuschließen, wo er 1834 das Tentamen bestand.“

Von 1853 bis 1888 war er Pastor der Dorfkirche Unter Brüz. Er war Mitglied in neun wissenschaftlichen Vereinen und Mitarbeiter an verschiedenen größeren Zeitschriften, veröffentlichte Gelegentliches in Kalendern und gab zwei Bändchen Gedichte heraus (Gustav Willgeroth: Die Mecklenburg-Schwerinschen Pfarren seit dem dreißigjährigen Kriege. Mit Anmerkungen über die früheren Pastoren seit der Reformation. Wismar, Dezember 1924). Nachdem er drei Ehefrauen überlebt hatte, starb er geistig frisch und körperlich rüstig an seinem 98. Geburtstag in Goldberg.

In der Wikipedia haben zehn von 2.274 verzeichneten Corpsstudenten des 20. Jahrhunderts den 100. Geburtstag erreicht (Stand 31. Juli 2019): Karl Diehl, Klaus von der Groeben, Helmut Kuß, Peter Schleiff, Werner Schulze, Wolfgang Triebel, Hellmut Trute, Clemens Weber, Paul Graf Yorck von Wartenburg und Eberhard Zahn.

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