Schriftleiter des Jahrbuchs

Denken wir daran, dass Einst und Jetzt vor 50 Jahren von Erich Bauer und Robert Paschke geschaffen wurde, um Studentenhistorikern ein Forum für Publikationen und Meinungsaustausch zu geben. Würdige Nachfolger haben die Tradition und das Ansehen des Jahrbuches in weiten Kreisen alter und junger Korporationsstudenten gewahrt, von denen ja die wenigsten professionelle Philologen, Philosophen und Historiker sind. Bezüglich der Professionalität ist zu bedenken, dass beispielsweise auch Friedrich Schiller eigentlich Mediziner war, seinen Lebensunterhalt als Geschichtsprofessor und Kulturphilosoph in Jena und Weimar verdiente und letztlich als Dichter berühmt wurde, während mancher promovierte Historiker heute fachfremd als Taxifahrer arbeiten muss. Andererseits wird niemand bestreiten, dass Studentenhistoriker, mögen sie nun Ärzte, Juristen oder Techniker sein und die Methoden der Geschichtsforschung unvollkommen beherrschen, auf ihren Spezialgebieten oft beachtliches Wissen besitzen und über Quellen verfügen, die ohne ihre Arbeit der Nachwelt verloren gingen.
– Hans Peter Hümmer (2005)

    Dr. jur. Erich Bauer nach oben

    Bauer (1890–1970) Rhenaniae Tübingen EM, Lusatiae Leipzig EM, Borussiae Halle war Amtsrichter in der Provinz Sachsen und Erbhofrichter in Celle und Breslau. Von jeher an Studentengeschichte interessiert, war er seit 1948 Vorsitzender der Historischen Kommission des Kösener SC-Verbandes. 1953 war er einer der Hauptmitarbeiter an der 4. Auflage vom Handbuch des Kösener Corpsstudenten. 1954 initiierte er mit Paschke die Beiträge zur Deutschen Studentengeschichte innerhalb der vom Convent Deutscher Akademikerverbände herausgegebenen Zeitschrift Convent. 1955 war er Mitgründer und erster Vorsitzender des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung; von 1956 bis 1968 gab er das Jahrbuch Einst und Jetzt heraus. In der ersten Ausgabe erschien der bedeutende Beitrag über die SC-Kameradschaften.(1, 7)

    • Die Kameradschaften im Bereiche des Kösener SC in den Jahren 1937–1945. Einst und Jetzt 1 (1956), S. 5–40. – Ergänzungen und Berichtigungen 2 (1957), S. 110–112.
    • Friedrich Immisch. Einst und Jetzt 2 (1957), S. 117–119.
    • Die Jenaer Corpsversammlung (15. bis 17. 7. 1848), die Wiege des Kösener Seniorenconventsverbandes. Einst und Jetzt 3 (1958), S. 20–41.
    • Johannes Ferdinand Laue aus Hamburg als Constantist in Jena (1794–1796). Einst und Jetzt 3 (1958), S. 74–86.
    • Unsere gemeinschaftliche Geschichtsforschung über die Sternmütze. Einst und Jetzt 3 (1958), S. 156–160.
    • Das bisherige Ergebnis unserer gemeinschaftlichen Geschichtsforschung über die Entstehung des Brustbandes. Einst und Jetzt 4 (1959), S. 133–145.
    • Das „Fuchsbrennen“, ein neues Thema unserer gemeinschaftlichen Geschichtsforschung. Einst und Jetzt 4 (1959), S. 157–160.
    • Unser Salamander. Eine Übersicht über die hauptsächlichsten Erklärungsversuche. Einst und Jetzt 5 (1960), S. 142–155.
    • Franz Xaver Müller, Mitstifter der Rhenania [Tübingen]. Einst und Jetzt 5 (1960), S. 11–14.
    • Der Constantistenorden in Frankfurt/Oder und seine Mitglieder. Einst und Jetzt 6 (1961), S. 150–166
    • Die Entwicklung der Ehrenmitgliedschaft im HKSCV. Einst und Jetzt 8 (1963), S. 164–177.
    • Neues zur Geschichte altsuspendierter Corps. Einst und Jetzt 9 (1964), S. 104–112.
    • Der Bericht des a. o. Regierungskommissars von Hofacker über seine Maßnahmen gegen die Tübinger Corps und die Burschenschaft vom 3. Januar 1826. Einst und Jetzt 10 (1965), S. 9–36.
    • mit Friedrich August Pietzsch: Kritisches zur Anfangsgeschichte der Göttinger und Heidelberger Vandalia. Einst und Jetzt 10 (1965), S. 108–124.
    • Aus der Vorgeschichte der Saxonia zu Halle (1802–1896). Die Landsmannschaften der Halberstädter und Magdeburger (1792–1802). Einst und Jetzt 10 (1965), S. 164–175.
    • Der älteste Burschenkomment von 1778, verfaßt von Martialis Schluck Raufenfeldsensis. Einst und Jetzt 13 (1968), S. 5–19.
    • mit F. A. Pietzsch: Zum Göttinger Unitistenorden (1786–1799). Einst und Jetzt 13 (1968), S. 55–67.
    • Der Auszug der Halleschen Studenten am 7. 2. 1822 nach der Broyhahnschenke bei Ammendorf. Einst und Jetzt 13 (1968), S. 111–118.
    • Das Corps Allemannia zu Tübingen (1825–1827). Einst und Jetzt 14 (1969), S. 37–43.
    • Zur Deposition und ihrer Bedeutung. Einst und Jetzt 14 (1969), S. 120–136.
    • Kritisches zum Bestand der Vandalia und Saxonia zu Rostock von 1808–1812. Einst und Jetzt 14 (1969), S. 149–159.
    • mit F. A. Pietzsch: Der Auszug der Heidelberger Studenten nach Frauenthal im August 1828 und die Geschichte der Allemannia (1828–1831), des Corps des Struwwelpeter-Hoffmann.Einst und Jetzt 15 (1970), S. 51–72
    • Stiftungsfest- und andere Lieder der Halleschen Landsmannschaften Magdeburgia, Marchia und Pommerania vor 1810. Einst und Jetzt 16 (1971), S. 25–30.
    • Die Guestphalia I und II zu Tübingen [1831–1832; 1836–1852]. Einst und Jetzt 17 (1972), S. 53–65.
    • Von der Kameradschaft zum Corps – Die Gründungsgeschichte der Misnia IV zu Leipzig (1) [1937–1942]. Einst und Jetzt 18 (1973), S. 114–131.
    • Die Gesetze des Rostocker Constantistenordens von 1796. Einst und Jetzt 19 (1974), S. 55–72.
    • Das Corps Vandalia zu Tübingen (1. 11. 1835 bis November 1838). Einst und Jetzt 21 (1976), S. 195–198.

    Dr. med. Robert Paschkenach oben

    Paschke (1905–1985) war seit 1925 Erlanger Bayer. 1930, im Jahr seines medizinischen Staatsexamens, wurde er Mitglied der Historischen Kommission des KSCV. Ihr gehörte er zeitlebens an. Ab 1953 war er viele Jahre Vorsitzender der Gutachterkommission des KSCV. 1953 organisierte er die erste Deutsche Studentenhistorikertagung nach dem Zweiten Weltkrieg. Er war maßgeblich an der Konstituierung vom Arbeitskreis der Studentenhistoriker beteiligt. Bis 1979 verantwortete er selbst die Durchführung der Tagungen. 1955 war Paschke mit Erich Bauer und Werner Matthäus Gründer des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung und bis 1975 dessen Vorsitzender. Von Bauer übernahm er 1969 auch die Schriftleitung des Jahrbuchs Einst und Jetzt. Von 1960 bis 1984 redigierte er die zweimal jährlich erscheinenden studentengeschichtlichen Sonderhefte der Zeitschrift Convent. Sein 1999 von Friedhelm Golücke aus dem Nachlass herausgegebenes Studentenhistorisches Lexikon wurde zum Standardwerk.(6) Paschke engagierte sich sehr im Bundesverband Deutscher Schriftstellerärzte. Sein studentengeschichtlicher Nachlass befindet sich im Kösener Archiv im Institut für Hochschulkunde an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Bestand N 11). Als Erster erhielt er 1965 die Fabricius-Medaille des CDA. Der VAC ehrte ihn 1968 mit der Rudelsburg-Plakette. Der VfcG wählte ihn 1975 zum Ehrenvorsitzenden.(2)

    • Die geschichtliche Einheit der Professoren und Studenten, zugleich eine Studie über die Unteilbarkeit der akademischen Freiheit. Einst und Jetzt 2 (1957), S. 30–44.
    • Zur Entwicklung des Lebenscorpsgedankens. Einst und Jetzt, Sonderheft 1957, S. 19–23.
    • Die Einigungsbestrebungen der deutschen Corps bis 1848. Einst und Jetzt 3 (1958), S. 5–19.
    • mit Erich Bauer: Was sind und wollen die Corps? Ein Entwurf allgemeiner Corpsprinzipien aus dem Jahre 1865. Einst und Jetzt 4 (1959), S. 88–105.
    • Das Corps Plavia zu Leipzig 1877/78. Einst und Jetzt, Sonderheft 1960, S. 41–46.
    • Der Brauch beim Hospitium des 18. Jahrhunderts – ein Vorläufer des studentischen Kneipkommerses. Einst und Jetzt 7 (1962), S. 131–155.
    • Vorort im Kösener Senioren-Convents-Verband vor 100 Jahren (1866/67). Zugleich ein Beitrag zur Geschichte des Erlanger SC. Einst und Jetzt 13 (1968), S. 20–32.

    Dr. med. Adolf Julius Fillibecknach oben

    Adolf Julius FillibeckFillibeck (1910–1984), seit 1932 Münchner Schwabe, war Senior, als Suevia wegen der Versipptenfrage aus dem KSCV ausgeschlossen wurde. Nach einer kurzen Inaktivenzeit ließ er sich 1935 noch einmal reaktivieren, als der gleichgeschaltete Verband aufgelöst wurde. Als Medizinstudent machte er das Physikum in Würzburg. Das Staatsexamen bestand er 1938 in München. Als Sanitätsoffizier diente er ab 1940 in Lazaretten, zunächst in Frankreich, ab 1944 an der Ostfront. Als Stabsarzt d. R. kam er im April 1945 für drei Jahre in russische Kriegsgefangenschaft. Nach zwei Jahren bei Gustav von Bergmann ließ er sich in München als Internist nieder. Im WS 1949/50 übernahm er bei Suevia die erste Charge. Über 30 Jahre engagierte er sich im Philisterausschuss. Er begründete 1949 die Schwabenbriefe und war ständiger Mitarbeiter der Trausnitz, der Münchner Schwabenzeitung. Als er sich von einem Herzinfarkt erholt hatte, verdingte er sich 1972 bei Nordmark. Seit 1962 bei den Deutschen Studentenhistorikern, wurde er 1974 Schriftleiter des Jahrbuchs. Von 1974 bis 1981 saß er in der Historischen Kommission des KSCV.(3)

    • Festgabe des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung für Dr. med. Robert Paschke Bavariae Erlangen rec. 1925, Arzt, Dichter, Historiker, Corpsstudent zu seinem 70. Geburtstage am 3. Oktober 1975.
    • Die Domorgel zu Passau. Eine waffenstudentische Vereinigung besonderer Art [1925/26]. Einst und Jetzt, Sonderheft 1976, S. 75–77.
    • Vor 40 Jahren. Denkschrift des Vorsitzenden des Philisterausschusses der Suevia München. Einst und Jetzt 36 (1991), S. 213–228

    Dr. med. Ernst Meyer-Cambergnach oben

    Meyer-Camberg (1904–1985) war seit 1924 Ansbacher. Als Internist wurde er 1938 Chef in Berlin-Buch. Wie sein Vater Sanitätsoffizier, nahm er als Oberstabsarzt am Zweiten Weltkrieg teil. 1950 gründete er in Camberg eine naturheilkundliche Kurklinik. Schon als Student interessierte er sich für die Erlanger Universitäts- und Studentengeschichte. In den 1960er Jahren befasste er sich mit Grundlagen und Fehlern der studentenhistorischen Forschung. Von 1980 bis 1984 war er Schriftleiter des Jahrbuchs Einst und Jetzt. Der Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung widmete ihm 1983 ein Sonderheft. Seine Autographensammlung vermachte er der Friedrich-Alexander-Universität.(4)

    Beiträge
    • Beiträge zur Geschichte der Erlanger Landsmannschaften des 18. Jahrhunderts, 1924.
    • Handschriftensammeln –Zweck, Sinn und Gestaltung (Vortrag, gehalten im Freien Deutschen Hochstift, Frankfurt am Main, 8. Dezember 1971). München 1972.
    • Constitutionen der Corps und ihrer Vorläufer 1810–1820. Fürth 1983.
    • Die Onoldia zu Erlangen. Das erste deutsche Corps. München 1983.
    • Matrikel des Corps Onoldia, als Ms. gedruckt 1986.
    • Einst und Jetzt
    • Das Stammbuch des Erlanger Studenten Friedrich Hermann (Onoldiae) aus den Jahren 1803–1806. 23 (1978), S. 98–111.
    • Der „Stierkampf“ in Erlangen. Aus der Frühgeschichte des Erlanger SC. 9 (1964), S. 35–51.
    • Der abenteuerliche Lebenslauf des Grafen Adolf von Ottweiler (1789–1812). 8 (1963), S. 92–101.
    • Der Orden der Inseperabilisten in Erlangen [1775–1785]. 21 (1976), S. 65–71.
    • Der Untergang der Orden in Erlangen [1. Teil]. 16 (1971), S. 47–61. [2. Teil], 17 (1972), S. 95–112.
    • Die Berliner oder Märkische Gesellschaft in Erlangen [1796–1805]. 25 (1980), S. 129–140.
    • Die Concordia zu Erlangen 1820–1821. 30 (1985), S. 19–46.
    • Die Constitutionen unserer Corps. Sonderheft 1981: Erlangen, S. 13–14. – Ansbachische Gesellschaft (Onoldia) 1800, S. 14–17. – Constitution der Ansbachischen Gesellschaft (Michaelis 1802), S. 17–22. – Baruthia (1803), S. 23–27. – Franconia II (1800/01), S. 27–31. – Franconia III (1810), S. 32–41. – Westphalen um 1799, S. 41–49. – Marchia (1802), S. 49–50.
    • Die Entstehung der Universitäten und ihrer Korporationen. Der Kampf um die Mitbestimmung an den hohen Schulen. Sonderheft 1985, 64 S.
    • Die Erlanger Westfalen 1794–1809. 24 (1979), S. 74–94.
    • Die Mitglieder der Altdorfer Tochterloge des Erlanger Constantistenordens [1792–1796]. 21 (1976), S. 72–75.
    • Die Mitglieder des Constantistenordens in Erlangen und Altdorf 1792–1795. Sonderheft 1976, S. 54–59.
    • Die studentische Gliederung an der Erlanger Universität im ersten halben Jahrhundert [1742–um 1800]. 19 (1974), S. 7–25.
    • Erlanger Studentenbriefe aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 26 (1981), S. 13–42.
    • Franconia III zu Erlangen 1810–1831. 28 (1983), S. 9–33.
    • Frankonia II zu Erlangen (1796–1803). 25 (1980), S. 115–127.
    • Irrtümer in der Studentengeschichte infolge methodologischer Fehler. An Beispielen der frühen Erlanger Geschichte dargelegt. 12 (1967), S. 158–168.
    • Mitglieder des Jenenser Schwarzen Ordens 1793–1794. 21 (1976), S. 76–77.
    • Mitgliederverzeichnis des schwarzen Ordens [in Erlangen; 2. Teil] 1778–1795. 20 (1975), S. 33–45.
    • Quellen zur Geschichte der Hallenser Corps in den Jahren 1810–1813. 28 (1983), S. 47–55.
    • Rhenania I Erlangen, 1821–1823. 29 (1984), S. 17–32.
    • Stammbuch Ludwig von Gombart aus der Erlanger Zeit (1811–13). 27 (1982), S. 155–171.
    • Studentenbriefe des Polen Norbert Wierusz von Niemojewski-Onoldiae [Erlangen] aus seiner Studentenzeit 1809/10. 22 (1977), S. 49–67.
    • Über das „Währinger Landesvaterbild“ [um 1788]. 26 (1981), S. 206–209. 27 (1982), S. 255–258.
    • Über die Entwicklung des Renoncenbegriffs. 11 (1966), S. 142–150.
    • Über unbedingt notwendige Grundlagen in der studentenhistorischen Forschung. 14 (1969), S. 44–60.

    Dr. med. vet. Wolfgang Gottwaldnach oben

    Wolfgang GottwaldIn seiner Heimatstadt Zittau besuchte Gottwald (1927–2001) ab Ostern 1938 das humanistische Gymnasium. Er wurde 1943 zur Flak und 1944 zur Artillerie einberufen. Von Mai bis September 1945 war er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung machte er im März 1946 in Zittau das Abitur. Er studierte ab dem SS 1946 an der Ludwig-Maximilians-Universität Tiermedizin und wurde bei Suevia München aktiv. Im WS 1949/50 – zur Zeit des „Deutschen Senioren-Convents“ – war er Senior. Nachdem er im Juni 1951 das Staatsexamen bestanden hatte, wurde er im SS 1953 an der Freien Universität Berlin zum Dr. med. vet. promoviert. Nachdem er 1954–1970 eine fachtierärztliche Tätigkeit bei der Bayerischen Versicherungskammer ausgeübt hatte, war er 1970–1992 Industriemediziner in der Pharmaforschung. Bei Suevia saß er ab 1955 im Philisterausschuss. 1978–1981 und 1984–1992 war er Philistervorsitzender des größten Kösener Corps. Ab 1961 saß er in der Historischen Kommission des KSCV. Als Vorsitzender der HiKo (1975–1985) gehörte er auch der Gutachterkommmission an. Von November 1963 bis Februar 1968 war Gottwald 2. Schriftleiter, 1986–1988 Hauptschriftleiter der Deutschen Corpszeitung. 1985 übernahm er auch die Schriftleitung des Jahrbuchs. Dem Gesamtausschuss des VAC gehörte er seit 1972 als stellvertretendes, ab 1982 als ordentliches Mitglied an. Ab 1992 war er 2. Vorsitzender des VAC-Vorstands München. Brunsviga Göttingen verlieh ihm 1983 das Band. Der VAC ehrte ihn 1992 mit der Rudelsburg-Plakette.(5)

    • Der Kösener SC-Verband und die Versipptenfrage im Dritten Reich. Einst und Jetzt 12 (1967), S. 54–68.
    • Hitlers Einstellung zum Waffenstudententum vor der Machtübernahme. Ein Brief Hitlers aus dem Jahr 1931 und die aktenmäßige Darstellung seiner Vorgeschichte. Einst und Jetzt 19 (1974), S. 111–121.
    • mit Rainer Assmann: Constitutionen der Corps III. Einst und Jetzt, Sonderheft 1988.

    Prof. Dr. med. Hans Peter Hümmernach oben

    Hümmer (* 1943), habilitiert für das Fach Chirurgie, war an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen der erste hauptamtliche Professor für Kinderchirurgie. Zwölf Jahre vor seiner Emeritierung wurde er 1999 Schriftleiter des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung. Bis 2018 redigierte er fast 10.000 Druckseiten des Jahrbuchs. Mit Assmann Rhenaniae Tübingen EM und dem Burschenschafter Priv.-Doz. Dr. phil. Dr. iur. Harald Lönnecker besorgt er seit Jahrzehnten die Bibliographie. Mit der Kunsthistorikerin Dr. phil. Michaela Neubert, der Kustodin des Instituts für Hochschulkunde an der Universität Würzburg, hat er 2013 das legendäre Königsberger Portraitalbum von Wilhelm Schmiedeberg herausgegeben. Mit ihr arbeitet er an der prosopographischen Erschließung der im IfH vorhandenen Studenten-Stammbücher. Ihm ist die wissenschaftliche Wertschätzung des Jahrbuchs zu verdanken. Der VAC ehrte ihn – wie zuvor schon die Schriftleiter Bauer, Paschke, Meyer-Camberg und Gottwald – 2016 mit der Rudelsburg-Plakette „für Verdienste um die corpsstudentische Geschichtsforschung“.(8)

    Stammbücher
    • mit Michaela Neubert: „Unser Streben und Wirken für die Burschenschaft brachte uns noch inniger zusammen.“ Karl Ludwig Sand und das Stammbuch II des Bayreuthers Carl (von) Glück. Einst und Jetzt 62 (2017), S. 171–240.
    • mit Michaela Neubert: „Was ist des Franken Vaterland?“ Stammbuch I des Bayreuthers Carl (von) Glück (stud. iur. Erlangen 1807–1811). Einst und Jetzt 59 (2014), S. 205–288.
    • mit Michaela Neubert: Rhenanen, Franken, Schwarze Brüder im Stammbuch Ludwig Arndt Reuther aus Saarbrücken (Gießen 1787–1790). Einst und Jetzt 61 (2016), S. 171–236.
    • mit Michaela Neubert: Wilhelm Schmiedebergs „Blätter der Erinnerung“ (1835–1839). Ein Beitrag zur studentischen Memorialkultur an der Albertus-Universität Königsberg. Einst und Jetzt, Sonderband 2013, 361 S.
    • mit Stempel, Peter: Das Stifterstammbuch [Georg Friedrich Ferdinand] Keim Baruthiae [Erlangen 1801/03]. Einst und Jetzt 48 (2003), S. 45–98.
    • mit Michaela Neubert: „Unsere Fahne, so blutig, so rot.“ Spurensuche zur Jenaer und Göttinger Vandalia im Stammbuch (1812–16) des stud. theol. Adolph Goetze aus Neustrelitz. Einst und Jetzt 60 (2015), S. 67–128.
    • mit Michaela Neubert: Die studentischen Stammbücher mit Einträgen aus Jena im Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg. Ein Bestandskatalog. Einst und Jetzt 53 (2008), S. 271–297.
    • mit Michaela Neubert: Das Ordensstammbuch des Livländers Christian Benjamin Frobrig (Jena 1789 – Erfurt 1795) .Einst und Jetzt 57 (2012), S. 67–130
    • mit Michaela Neubert: Liberté ou la mort? Ein Rheinländer-Stammbuch aus revolutionären Zeiten (Heinrich August Meinhard, Jena 1796–1798). Einst und Jetzt 63 (2017), S. 61–134.
    • „Ein Jüngling von feiner Bildung und Lebensart.“ Das Stammbuch des stud. jur. F. W. Ludwig Gerstein aus Rheda in Westfalen (Halle, Burgsteinfurt, Göttingen 1768–1773). Einst und Jetzt 49 (2004), S. 51–77.
    • Als Erlangen noch preußisch war. Stammbuch des Freiherrn Friedrich von Crailsheim (1804–1806). Einst und Jetzt 56 (2011), S. 85–128.
    • Corpsstudenten im Zarenreich: Die Burschenbibel des stud. med. (1851–56) Johannes Bienemann Curonus Dorpatensis. Einst und Jetzt 54 (2009), S. 137–218.
    • Familiengeschichtliche Spuren [und Altdorfer Studenten] im Poesiealbum der Anna Maria Barbara Eisen (Nürnberg 1787). Blätter für fränkische Familienkunde Bd. 38 (2015), S. 203–240
    • Georg Friederich Hildebrandt (1764–1816). Ein Erlanger Professor der Medizin und Naturwissenschaften und sein Göttinger Stammbuch. Einst und Jetzt 52 (2007), S. 85–146.
    • Jenaer Stammbuchexzerpte (1744–1832) im Nachlass F.A. Pietzsch. Einst und Jetzt 53 (2008), S. 299–330.
    • Lieder und Duelle in einer Burschenbibel (Heinrich Adolphi Curonus Dorpatensis, stud. phys. 1858–60). Einst und Jetzt 56 (2011), S. 211–248.
    • mit Rainer Assmann: Stammbuchblätter des westfälischen Historikers und Juristen Johann Suibert Seibertz (Guestphalia Gießen 1806/07). Einst und Jetzt 62 (2017), S. 143–170.
    • mit Anne-Karoline Distel: Inviolabilisten und Indissoziabilisten. Stammbuch Gerhard Henrich von Halem aus Dornum in Ostfriesland (Frankfurt a.O. 1774–1776). Einst und Jetzt 61 (2016), S. 141–170.
    • Stammbuch Carl Stadelmann Onoldiae [Erlangen]: Randbemerkungen zur Erlanger Burschenrevolution (Wintersemester 1817/18). Einst und Jetzt 38 (1993), S. 103–121.
    • Studentische Korporationen am Vorabend des Hubertusburger Friedens. Stammbuch des Carl Philipp Briel aus Sommerhausen in Franken (Erlangen und Jena 1760–1763). Einst und Jetzt 40 (1995), S. 49–78.
    • Das Stammbuch C. Ben. F. Engerer (Erlangen 1799–1801) und die vergessene Gesellschaft der Franken. Einst und Jetzt 47 (2002), S. 51–103.
    • Die Stammbücher der Erlanger Westfalen Davidis [1796–1799]. Einst und Jetzt 46 (2001), S. 99–152.
    • Ein Vivat der akademischen Freiheit. Stammbuch Woesch aus Remlingen in Franken (Jena 1792/94). Einst und Jetzt 41 (1996), S. 83–116.
    • Ordensbrüder und andere Studenten im Stammbuch J[ohann]. L[udwig]. Glock (Erlangen, Leipzig und Jena 1760 bis 1763). Einst und Jetzt 39 (1994), S. 57–81.
    • Stammbuch Andreas Kißling aus Egloffstein: Ein Beitrag zur Geschichte fränkischer Landsmannschaften in Erlangen [1781–1783]. Einst und Jetzt 35 (1990), S. 45–65.
    • Stammbuch Carl Davidis (Landsmannschaft Guestphalia Halle 1828–1830). Einst und Jetzt 48 (2003), S. 153–180.
    • Stammbuch Carl Stadelmann Onoldiae [Erlangen]: Randbemerkungen zur Erlanger Burschenrevolution (Wintersemester 1817/18). Einst und Jetzt 38 (1993), S. 103–121.
    Sonstige Beiträge
    • Das „Hallische Kränzchen“: Ein Experiment des 18. Jahrhunderts. Einst und Jetzt 34 (1989), S. 39–47.
    • Das freie Corps Franko-Bavaria [Nürnberg zu Erlangen]. Seine Rolle für die Rekonstituierung der Onoldia und des S[enioren]C[onvents] zu Erlangen nach dem II. Weltkrieg. Einst und Jetzt 55 (2010), S. 49–92.
    • Der [Erlanger] Burschencomment des Martialis Schluck von Raufenfels. Die lateinische Fassung von 1780 und ihre erste deutsche Übersetzung von 1798. Einst und Jetzt 52 (2007), S. 13–55.
    • Die Entstehung der Corps im Zeichen des Klassischen Idealismus – ihre Vorläufer und Abgrenzung gegen die Burschenschaft. In: Baum, Rolf-Joachim (Hg.): „Wir wollen Männer, wir wollen Taten!“ Festschrift zum 150-jährigen Bestehen des Kösener Senioren-Convents-Verbandes. Berlin 1998, S. 15–44.
    • Die Kösener Fenster im Corpshaus der Onoldia [Erlangen]. Einst und Jetzt 34 (1989), S. 49–52.
    • Corpsgeist und Ordensbrauch. Einst und Jetzt 36 (1991), S. 105–117.
    • Tradition und Zeitgeist an der Wiege der Burschenschaft. Eine Bestandsaufnahme aus corpsstudentischer Sicht. Einst und Jetzt 37 (1992), S. 93–113.
    • Für Ehre, Freiheit, Vaterland. Erlanger Studentenleben zur Franzosenzeit. Einst und Jetzt 44 (1999), S. 123–150.
    • Erlangen – ein frühes Zentrum des NS-Studentenbundes. Einst und Jetzt 45 (2000), S. 177–214.
    • Ewigkeit geschwor’nen Eyden! 200 Jahre Corps Onoldia. Erlangen 1998. 200 S.
    • Ein Schriftleiter lebt gefährlich. Einst und Jetzt 50 (2005), S. 5–7.
    • mit Wilhelm Bauer und Hans Söhnlein: Erfand Friedrich von Schiller den corpsstudentischen Idealismus? Zum 200. Todestag des großen deutschen Dichters. Einst und Jetzt 50 (2005), S. 13–30.
    • Impressionen aus Leipzig und von der Rudelsburg. Studentenbriefe des Ansbachers Carl von Yelin (1846), S. 193–197.
    • „Mein Lieb ist eine Märkerin!“ Das Ulkbuch der Hilaria und Marchia Brünn (1870–73). Einst und Jetzt 62 (2017), S. 171–240.
    • Mensurverletzungen. Möglichkeiten der Prophylaxe und Versorgung in vorantiseptischer Zeit. Einst und Jetzt 50 (2005), S. 245–279.
    • mit Brod, Walter M.: „Die Tödtung des stud. jur. Dörr im Duell betreffend.“ Aus Akten des Universitätsarchivs Würzburg (1838). Einst und Jetzt 46 (2001), S. 161–172.
    • mit Jesko Graf zu Dohna: Universitätsberichte (1791–93) des [Gräflich Castell‘schen] Hofmeisters Heinrich Stephani [1761–1850]. Eine unbekannte Quelle zur Jenaer Antiduellbewegung. Einst und Jetzt 55 (2010), S. 49–92.

Fußnoten

1 R. Assmann: Bauer, Erich, in: Friedhelm Golücke: Verfasserlexikon zur Studenten- und Universitätsgeschichte. Ein bio-bibliographisches Verzeichnis (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen 13), Köln 2004, S. 26–28.
2 W. Gottwald: In Verehrung und dankbarer Erinnerung an den Ehrenvorsitzenden des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, Herausgeber der Jahrbücher 1969–1975 Dr. med. Robert Paschke II Bavariae Erlangen. Einst und Jetzt, Sonderheft 1985, S. 7–10.
3 R. Paschke: In memoriam, in Dankbarkeit für den Herausgeber der Jahrbücher 1976–1979 und des Sonderheftes 1976 Dr. med. Adolf Julius Fillibeck Sueviae München (FM,xxx,FM,xxx). Einst und Jetzt, Bd. 30 (1985), S. 9–11.
4 W. Gottwald: In memoriam, in Dankbarkeit für den Nestor der deutschen Studenten- und Hochschulgeschichte, den Herausgeber der Jahrbücher
1980–1984 und der Sonderhefte 1981 und 1983, Dr. med. Ernst Meyer-Camberg
Onoldiae. Einst und Jetzt, Bd. 31 (1986), S. 9–11.
5 H.-B. Herzog: In memoriam, in Dankbarkeit für Dr. med. vet. Wolfgang Gottwald Sueviae München (x), Brunsvigae Göttingen. Einst und Jetzt, Bd. 47 (2002), S. 361–365.
6 Robert Paschke: Studentenhistorisches Lexikon, aus dem Nachlaß herausgegeben und bearbeitet von Friedhelm Golücke. SH-Verlag, Köln 1999.
7 Dr. Paschke: Erbhofgerichtsrat Dr. jur. Erich Bauer. Einst und Jetzt, Bd. 16 (1971), S. 235.
8 R. Döhler: Hümmer Onoldiae 75 – gratulamur! CORPS Magazin 3/2018, S. 30.
error: Der Inhalt ist kopiergeschützt!