Silhouettensammlungen

Die Bildsammlung in diesem Bereich befindet sich stetig im Ausbau und soll schlussendlich einen guten Überblick über die Silhouetten der verschiedenen Kösener Corps bieten.
Sollten Sie in Ihrer Sammlung über Silhouetten von Corps verfügen, die noch nicht in der der Galerie vertreten sind oder andere Farben, Kopfbedeckungen und dergleichen zeigen, freut sich der Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung über Kontaktaufnahme und Übermittlung eines entsprechenden Scans. Eine Namensnennung des Eigentümers muss nicht erfolgen. Bitte beachten Sie, dass Fotos von Silhouetten aus Qualitätsgründen nicht für einen Upload geeignet sind.

Königsberger Silhouetten (1850)

Bonnnach oben

 

Guestphalia

Das Corps Guestphalia Bonn wurde am 18. Mai 1820 gestiftet, war von Ostern bis November 1823 suspendiert und suspendierte erneut um 1826. Es wurde am 5. November 1827 erneuert und war nochmal 1834-1835 und 1847 kurzzeitig suspendiert. Weitere Suspensionen folgten November 1871 bis April 1875 und Februar 1876 bis August 1884. Im SS 1884 wurde der Stiftungstag von 1820 anerkannt. Wie die übrigen Bonner Corps musste auch Guestphalia seinen Betrieb während der alliierten Besetzung des Rheinlands 1918/1919 einstellen. Im Zuge der politischen Verhältnisse suspendierte Guestphalia am 27. Oktober 1935. Guestphalia konnte am 5. November 1947 rekonstituieren und schloss sich 1951 mit dem Kartellcorps Guestfalia Greifswald zu „Guestphalia Bonn und Greifswald“ zusammen. Nachdem das Greifswalder Corps 1994 rekonstituiert werden konnte, wurde der Name wieder zu Guestphalia Bonn geändert. Das Corps besteht bis heute in Bonn und wird dem blauen Kreis zugerechnet.

CB-Farben: grün-weiß-schwarz (m.S.), F-Farben: grün-weiß-grün (m.S.), Mütze: hellgrüner Stürmer

Breslaunach oben

 

Marchia

Marchia wurde als Tochtercorps der Silesia am 11. Juni 1849 gestiftet und suspendierte bereits im November 1860 endgültig.

CB-Farben: orange-weiß-gold (m.G.), F-Farben: orange-weiß-orange (m.G.), Mütze: orangener Stürmer

Erlangennach oben

 

Baruthia

Baruthia wurde am 14. Juli 1803 mit den Farben grün-schwarz-gelb gestiftet. Erst 1839 nahm man die heutigen Farben an.  Wie die übrigen Erlanger Corps wurde Baruthia mit dem Erlanger SC 1861 ein Kösener Corps. Wegen eines Streits um das Lebenscorpsprinzip schied Baruthia 1873 aus dem KSCV aus und trat erst nach dem Ablegen desselben 1876 wieder ein. Nach der Auflösung des KSCV suspendierte Baruthia im Januar 1936 und rekonstituierte am 19. Mai 1948. Baruthia gehört dem schwarzen Kreis an und besteht bis heute in Erlangen.

CB-Farben: schwarz-gold-grün (m.G.), F-Farben: grün-gold (m.G.), Mütze: grün

Onoldia

Onoldia wurde am 28. Mai 1798 gestiftet und ist damit das älteste nie zurückdatierte und noch bestehende Corps in Deutschland. Über den Erlanger SC gehörte Onoldia ab 1861 dem KSCV an, trat aber wegen eines Streits um das Lebenscorpsprinzip 1873 aus und 1878 wieder ein. Onoldia suspendierte im Zuge der politischen Verhältnisse offiziell am 3. Mai 1936, setzte den Aktivenbetrieb intern allerdings noch einige Semester fort und rekonstituierte im Jahr 1947. Durch sein Lebensbundprinzip gehört Onoldia keinem Kreis an, pflegt allerdings Verhältnisse mit zum blauen Kreis zählenden Corps.

CB- Farben: blutrot-weiß (m.S.), F-Farben: rot-weiß-schwarz (m.S.), Mütze: weiß

Gießennach oben

 

Hassia

Hassia wurde am 3. August 1815 mit den Farben schwarz-grün-rot gestiftet und wechselte diese im Zuge der Aufnahme einiger Mitglieder der suspendierten Franconia am 6. April 1821 zu schwarz-weiß-rot, bevor man 1833 die Farben grün-weiß-rot annahm. Nachdem das Corps 1836 verboten wurde, wurde es am 9. August 1840 mit den Farben schwarz-weiß-rot neu gegründet. Kurze Zeit später wechselte man erneut zu den Farben grün-weiß-rot. Im März 1843 musste Hassia erneut suspendieren und die übrigen Mitglieder traten tags darauf der Marcomannia bei, die ihren Namen im Folgenden zu Hassia änderte. Dadurch kehrte man auch zu den Farben schwarz-weiß-rot zurück. 1898/99 war Hassia für etwas mehr als drei Monate von der Universität suspendiert und trat in dieser Zeit als Rhenania mit blau-weiß-rot auf. Im Jahre 1920 wurde das alte Stiftungsdatum von 1815 genehmigt. Hassia suspendierte angesichts der politischen Verhältnisse 1936 und rekonstituierte 1949 in Mainz, wo das Corps auch heute noch ansässig ist. Es zählt zum schwarzen Kreis.

CB-Farben: schwarz-weiß-feuerrot (m.G.), F-Farben: schwarz-weiß-schwarz (m.G.), Mütze: weiß

Starkenburgia

Starkenburgia wurde als Tochtercorps der Hassia am 26. August 1826 mit den Farben grün-weiß-rot gestiftet. Nach einer kurzzeitigen Suspension im Jahre 1828 musste Starkenburgia erneut im SS 1831 suspendieren. Nachdem das Corps Teutonia gestiftet wurde, nahm dieses am 18. Juli 1833 den Namen Starkenburgia an, um durch den Namen keinen Verdacht bei den Behörden zu erwecken. Man behielt aber die Farben der Teutonia – karmesinrot-weiß-gold – bei. Nachdem das Corps im August 1834 erneut suspendieren musste, bestand es seit SS 1838 informell und ab 19. Februar 1839 formell als Corps. Bald darauf musste das Corps den Betrieb aufgrund von behördlicher Verfolgung erneut einstellen und entstand am 7. August 1840 von Neuem. Dieser Tag galt bis zur Rückdatierung im Jahr 1920 als offizielles Stiftungsdatum. Zum Jahreswechsel 1898/99 war Starkenburgia von der Universität suspendiert und nahm in dieser Zeit den Namen Saxonia und die Farben hellblau-weiß-dunkelblau an. Zwischen 1935 und 1948 war Starkenburgia ob der politischen Verhältnisse suspendiert und besteht heute als kreisfreies Corps weiterhin in Gießen.

CB-Farben: karmesinrot-weiß-gold (m.G.), F-Farben: karmesinrot-weiß (m.G.), Mütze: karmesinrot

Teutonia

Teutonia wurde am 1. Juni 1839 gestiftet. Es übernahm Konstitution und Farben des früheren Corps Palatia, welches der Burschenschaft sehr nahe stand. Auch Teutonia war progressistisch ausgerichtet. Wie die übrigen Gießener Corps musste sich Teutonia im Wintersemester 1898/99 kurzzeitig auflösen und gründete stattdessen eine Ersatzverbindung mit dem Namen Palatia und den Farben grün-weiß-rot. Im Zuge der politischen Verhältnisse im sog. „Dritten Reich“ suspendierte Teutonia am 12. Oktober 1935 und konnte nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst in Mainz rekonstituieren, weil die Universität Gießen zunächst geschlossen blieb. Im Wintersemester 1954/55 wurde das Corps wieder nach Gießen zurückverlegt und besteht dort bis heute. Teutonia wird dem grünen Kreis zugerechnet.

CB-Farben: grün-rot-gold (m.G.), F-Farben: grün-rot- grün (m.G.), Mütze: grün

Göttingennach oben

 

Borusso-Brunsviga

Das Corps Borusso-Brunsviga wurde als Landsmannschaft Brunsviga am 15. Februar 1840 gestiftet und am 30. Januar 1845 in ein Corps mit dem Namen Borusso-Brunsviga umgewandelt. Nur wenige Semester später fusionierte sie am 7. November 1846 mit Brunsviga Göttingen zu Borusso-Brunsviga, die den Namen allerdings schon am 21. Dezember 1846 zu Brunsviga änderte. Angehörige der Borusso-Brunsviga waren der Maler Rudolf Henneberg und der Geologe David August Brauns.

CB-Farben: schwarz-blau-gold (m.G.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: schwarz

Brunsviga

Das Corps wurde mit dem Namen Halberstadtio-Brunsviga und den Farben schwarz-blau-rot am 11. August 1813 gestiftet und nahm im folgenden Jahr den Namen Brunsviga an. Nach einer Suspension im August 1818 nahm man bei der Rekonstitution am 17. August 1820 die Farben schwarz-blau an. Der behördliche Druck in Göttingen veranlasste auch Brunsviga dazu einige Semester nur als „Club“ zu bestehen und wurde dann am 25. April 1826 als Corps mit den Farben schwarz-hellblau-weiß erneuert. Im WS 1828/29 nahm man die heutige Farbreihenfolge an. Es folgten zahlreiche kürzere Suspensionen und am 7. November 1846 fusionierte Brunsviga mit dem kurzlebigen Corps Borusso-Brunsviga unter Beibehaltung des Namens Borusso-Brunsviga, den man aber schon einen Monat später wieder zu Brunsviga änderte. 1924 wurde das alte Stiftungsdatum anerkannt. Im Zuge der politischen Verhältnisse war Brunsviga zunächst kurzzeitig 1935 und dann ab 1936 bis 1951 suspendiert. Brunsviga zählt zu den schwarzen Corps und besteht weiterhin in Göttingen.

CB-Farben: schwarz-weiß-hellblau (m.S.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: schwarz

Hannovera

Das Corps Hannovera wurde am 18. Januar 1809 mit den Farben blau-rot gestiftet und vereinigte sich schon im Februar mit Rhenania, deren Farben blau-rot-weiß man übernahm. Bald darauf löste sich die Verbindung wegen interner Streitigkeiten auf und rekonstituierte im kleineren Kreise, bevor es wenig Monate später behördlich aufgelöst wurde. Wie alle Göttinger Corps stand auch Hannovera unter großem behördlichen Druck, suspendierte oft oder bestand nur als sog. „Club“.  Die letzte Suspension dieser Phase fand am 4. Mai 1846 statt. Zwischenzeitlich hatte sich 1840 eine Landsmannschaft Hanseatia gebildet, die sich 1844 zum Corps erklärte und 1848 den Namen zu Hannovera änderte und die Farben rot-blau-gold annahm. Sie verstand sich ausdrücklich als Fortsetzung der alten Hannovera. Im Juli 1905 wurde zunächst der 16. Juni 1827 und im Jahre 1926 der 18. Januar 1809 als Stiftungstag anerkannt. Hannovera war von 1936 bis 1949 im Zuge der schwierigen politischen Verhältnisse suspendiert und besteht als dem blauen Kreis zugerechnetes Corps bis heute in Göttingen.

CB-Farben: rot-blau-gold (m.G.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: rot

Hildesia

Schon vor dieser Hildesia bestanden bis in die 1830er Jahre Verbindungen des selben Namens in Göttingen. Wohl um 1840 wurde dann eine neue Hildesia mit den Farben rot-gold-rot gegründet, die bis etwa 1844 bestand.

CB-Farben: rot-gold-rot (m.G.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: rot

Hildeso-Guestphalia

An 6. August 1852 wurde eine Verbindung namens Hildesia und den Farben schwarz-rot-weiß gegründet, die sich bald darauf zur Landsmannschaft erklärte. Diese Landsmannschaft wandelte sich am 10. Juni 1854 in ein Corps um und nahm den heutigen Namen und die heutigen Farben an. Dieser Tag gilt bis heute als Stiftungstag. Von 1879 bis 1884 war Hildeso-Guestphalia suspendiert. Im Zuge der politischen Verhältnisse musste das Corps am 5. Oktober 1935 suspendieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete sich 1949 eine „Westfälische Tischgesellschaft“ als Traditionsträger mit den Farben grün-weiß (m.S.) gegründet. Die alten Farben und der alte Name wurden am 9. Juni 1951 wieder angenommen. Hildeso-Guestphalia nahm 1954 die Alten Herren des Corps Vandalia Rostock auf und war von 1978 bis 1982 suspendiert. Das Corps besteht heute noch in Göttingen und wird dem roten Kreis zugerechnet.

CB-Farben: lindgrün-weiß-schwarz (m.S.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: grün

Saxonia

Saxonia wurde am 12. Dezember 1840 als Landsmannschaft gegründet, der offizielle Stiftungstag ist jedoch der 28. Juli 1844, an dem Saxonia dem Göttinger SC beitrat – also Corps wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg betreute Saxonia ab 1958 die Tradition ihres Kartellcorps Pomerania Greifswald, bis dieses sich im Jahr 2006 wieder selbstständig in Greifswald rekonstituierte. Abgesehen davon pflegt Saxonia Kartell zu Borussia Bonn und Saxo-Borussia Heidelberg, weshalb das Corps zum weißen Kreis gezählt wird.

CB-Farben: dunkelblau-weiß-hellblau (m.S.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: dunkelblau

Greifswaldnach oben

 

Guestfalia

Guestfalia wurde als Guestphalia am 9. Juli 1837 gestiftet und musste in den 1840er Jahren suspendieren. Daraufhin wurde sie am 10. Juni 1852 durch Angehörige des Corps Borussia Greifswald rekonstituiert. Dieser Tag galt bis zur Rückdatierung auf 1837 als offizieller Stiftungstag. Nach einer kurzen Suspension im Jahre 1866 nahm man bei der Rekonstitution die Schreibweise Guestfalia an. Weitere Suspensionen erfolgten von 1880 bis 1885 und aufgrund des Nationalsozialismus 1935. Da an eine Rekonstitution in der SBZ bzw. späteren DDR nicht zu denken war erfolgte 1951 der Zusammenschluss mit Guestphalia Bonn, der bis 1993 Bestand hatte. Seitdem ist Guestfalia wieder in Greifswald ansässig und als selbstständiges Corps bis heute aktiv. Guestfalia wird zum blauen Kreis gezählt.

CB-Farben: grün-weiß-schwarz (m.S.), F-Farben: grün-weiß-grün (m.S.), Mütze: grün

Pomerania

Das Corps Pomerania wurde am 5. November 1810 im damals noch schwedischen Greifswald gestiftet. Nach mehrmaligen Suspensionen rekonstituierte Pomerania am 12. Juni 1829 und bestand von da an bis auf kleinere Suspensionen fast durchgängig. Im Jahre 1896 wurde das alte Stiftungsdatum genehmigt. Während des ersten Weltkrieges war Pomerania nicht aktiv und suspendierte unter dem Druck der Nationalsozialisten im Jahr 1935. Da eine Rekonstitution in der DDR ausgeschlossen war übernahm Saxonia Göttingen 1958 als Kartellcorps die Pflege der Pommerntradition bis sich Pomerania 2006 wieder in Greifswald selbstständig machen konnte und dort bis heute besteht. Pomerania wird zum grünen Kreis gezählt.

CB-Farben: ätherblau-silber-ätherblau (m.S.), F-Farben: weiß-ätherblau (m.S.), Mütze: ätherblau

Saxonia

Saxonia Greifswald wurde am 4. März 1850 als Tochtercorps der Pomerania gestiftet und bestand nur eineinhalb Jahre, da sie schon im November 1851 suspendieren musste.

CB-Farben: hellblau-weiß-dunkelblau (m.S.), F-Farben: dunkelblau-weiß-dunkelblau (m.S.), Mütze: dunkelblau

Hallenach oben

 

Borussia

Das Corps  Borussia Halle wurde am 6. November 1836 gestiftet. Im Jahr 1852 wurde es vom SC aufgelöst und konnte erst 1855 von drei Hallenser Westfalen und zwölf aus der Verbindung Neoborussia ausgetretenen Mitgliedern rekonstituiert werden. Von 1935 an war Borussia wegen der politischen Verhöltnisse suspendiert und beteiligte sich nach dem 2. Weltkrieg zunächst an der Stiftung der Saxonia Frankfurt (heute Konstanz), bis man sich 1955 in Mainz wieder selbstständig machte. Nach dem Fall der Mauer kehrte Borussia 1991 zurück nach Halle und ist dort bis heute aktiv. Borussia zählt als kreisfreies Corps. Schon vor dieser Borussia existierten zwei oder drei frühere Verbindungen dieses Namens.

CB-Farben: schwarz-weiß-schwarz (m.S.), F-Farben: schwarz-weiß (v.u.) (m.S.), Mütze: schwarz, im SS weißer Stürmer

Guestphalia

Guestphalia wurde am 18. Juli 1840 gestiftet und später auf eine frühere Guestphalia von 1789 zurückdatiert. Bezogen auf das offizielle Stiftungsdatum gilt sie als ältestes noch bestehendes deutsches Corps; die damals vom Hallenser Senioren-Convent gestattete Rückdatierung ist aber unter Historikern bis heute umstritten. Nach dem 2. Weltkrieg beteiligten sich die Mitglieder zunächst an der Stiftung der Saxonia Frankfurt (heute Konstanz). Sie schieden allerdings einige Jahre später aus und rekonstituierten das Corps 1958 in Münster. Es verlegte 2006 zurück nach Halle und ist dort bis heute aktiv. Guestphalia zählt zum grünen Kreis, hat aber nach wie vor schwarze Züge.

CB-Farben: maigrün-weiß-schwarz (m.S.), F-Farben: maigrün-weiß-maigrün (m.S.), Mütze: maigrün

Marchia

Marchia Halle wurde am 11. Februar 1838 gestiftet und bestand bis zum 9. Mai 1866. Schon vor dieser Marchia existierten mindestens zwei frühere Verbindungen dieses Namens. Mit der letzten (1819-1835) stand sie wohl in direkter Verbindung. Marchia wurde trotz zahlreicher auswärtiger Beziehungen im weißen und grünen Kreis nie wieder belebt.

CB-Farben: orange-weiß-gelb (m.G.), F-Farben: orange-weiß-orange (m.G.), Mütze: orange

Neoborussia

Als freie Verbindung am 3. August 1849 mit den Farben rosa-schwarz-weiß-schwarz (v.u.) gestiftet, wurde Neoborussia 1872 zunächst Landsmannschaft und schließlich 1897 Corps im Hallenser Senioren-Convent. Nach einer Suspension von 1903 musste sie bei der Rekonstitution im Jahr 1913 die bisherigen Farben leicht ändern, weil sich im selben Zeitraum eine Landsmannschaft gleicher Farben gestiftet hatte, die sich auf einige wenige Alte Herren zurückführte, die mit dem Übertritt zum SC nicht einverstanden waren. Danach suspendierte Neoborussia auf Druck des Nationalsozialismus am 27. Oktober 1935 endgültig. Ihre Tradition wird von Saxonia Konstanz weitergeführt. Vor dieser Neoborussia gab es mindestens eine frühere Verbindung des gleichen Namens in Halle.

CB-Farben: purpur-schwarz-weiß-schwarz (v.u.) (m.S.), F-Farben: purpur-schwarz-purpur (m.S.), Mütze: schwarz, im SS weißer Stürmer

 

Salingia

Als Progressverbindung am 17. Dezember 1845 gestiftet, trat Salingia 1877 zum Hallenser Senioren-Convent über und suspendierte bald darauf am 23. Februar 1882. Der Versuch einer Rekonstitution im Jahre 1930 scheiterte wegen Nichtanerkennung auf dem oKC 1931. Die Mitglieder traten zu Neoborussia über und Saxonia Konstanz führt heute noch die Tradition der Salingia fort. Die mit dem Übertritt zum SC nicht einverstandenen Mitglieder stifteten 1896 eine neue Salingia, die heute als Alte Hallenser Burschenschaft Rhenania-Salingia in Düsseldorf weiterbesteht.

CB-Farben: schwarz-rot-weiß (v.u.) (m.S.), F-Farben: rot-weiß-rot, Mütze: rot

Saxonia

Saxonia entstand am 21. Juni 1802 durch Fusion der Magdeburgischen (1792) und Halberstädtischen (1795) Landsmannschaften. Als Farben wählte man grün-rot-weiß. Die ersten Jahre bis zu den Befreiungskriegen sind durch Auflösungen der Universität und Suspensionen durch behördlichen Druck geprägt. Nach den Befreiungskriegen wurde Saxonia am 14. November 1820 mit den blauen Sachsenfarben, deren Reihenfolge in den darauffolgenden Jahren zahlreichen Änderungen unterlag, rekonstituiert. Mit zahlreichen kleineren Unterbrechungen bestand Saxonia bis 1864 und wurde unter großer Mitwirkung ihres Kartells Saxonia Jena 1891 rekonstituiert. Sie suspendierte aber bereits am 7. November 1896 endgültig. Die letzten lebenden Alten Herren traten nach dem 2. Weltkrieg der Saxonia Frankfurt (heute Konstanz) bei, die die Tradition der Saxonia Halle bis heute fortführt. Auch Saxonia Jena hält das Andenken an ihr ältestes Kartell am Leben.

CB-Farben: dunkelblau-weiß-hellblau (v.u.) (m.S.), F-Farben: hellblau-weiß-hellblau (m.S.), Mütze: dunkelblau

 

Teutonia

Gestiftet als freie Verbindung Torgovia am 6. August 1853 beteiligte sie sich 1868 zunächst maßgeblich an der Gründung des ersten Landsmannschafterverbandes. Aufgrund der ungünstigen Entwicklung desselben trat die sich mittlerweile Teutonia nennende Verbindung 1878 aus dem Verband aus und zum Hallenser Senioren-Convent über. Sie suspendierte am 11. Oktober 1935 wegen des wachsenden Drucks der Nationalsozialisten. Die Tradition wird von Saxonia Konstanz weitergeführt.

CB-Farben: blau-weiß-rot (v.u.) (m.S.), F-Farben: blau-weiß-blau (m.S.), Mütze: blau

 

Thuringia

Thuringia wurde am 6. August 1855 als Filialcorps der Saxonia gestiftet und suspendierte bereits am 2. November 1855. In numerisch geschwächter Form scheint Sie aber noch bis ins Jahr 1856 bestanden zu haben. Vor dieser Thuringia existierten mindestens drei weitere Verbindungen des gleichen Namens und teils ähnlicher Farben.

CB-Farben: schwarz-weiß-rot (v.u.) (m.S.), F-Farben: rot-weiß (v.u.) (m.S.), Mütze: schwarz

 

Heidelbergnach oben

 

Guestphalia

Am 1. Dezember 1818 wurde die Guestphalia mit den Farben grün-schwarz-weiß gestiftet und suspendierte im Jahre 1820, bevor sie mit der heutigen Farbreihenfolge am 15. Dezember 1821 rekonstituiert wurde. In der weiteren Geschichte durchlief Guestphalia nur ein paar kurze Suspensionen, bevor Sie unter dem Druck der Nationalsozialisten am 5. Juni 1934 endgültig den Betrieb einstellte. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm das 1950 gestiftete Corps Vandalo-Guestphalia die Tradition der beiden Corps Vandalia und Guestphalia. Dieses Corps trat später wegen Aufgabe der Mensur aus dem KSCV aus.

CB-Farben: grün-weiß-schwarz (m.S.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: grün

Hanseatia

Die Hanseatia Heidelberg bestand vom 22. Oktober 1828 bis zum 4. Dezember 1841.

CB-Farben: weiß-rot-weiß (m.S.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: rot

Helvetia

Helvatia wurde am 26. Februar 1831 gestiftet und suspendierte am 21. Mai 1847. Vor ihr bestanden in Heidelberg schon mindestens zwei Verbindungen des gleichen Namens und gleicher Farben.

CB-Farben: grün-rot-gold (m.G.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: grün

Nassovia

Nassovia wurde am 15. November 1838 gestiftet und suspendierte am 15. Januar 1849. Aus ihr entstand am selben Tag das heutige Corps Rhenania.

CB-Farben: blau-weiß-orange (m.G.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: blau

Rhenania

Rhenania wurde am 15. Januar 1849 von Mitgliedern der Nassovia gestiftet, die am selben Tag suspendiert hatte. Vom 29. Oktober 1858 bis 25. Januar 1862 war das Corps suspendiert. Weitere Mitglieder der Nassovia wurden 1886 aufgenommen. Im Zuge der schwierigen politischen Lage suspendierte Rhenania am 3. November 1935 und am 25. November 1949 wurde der „Rheinländerkreis“ als Traditionsträger gegründet, der 1950 die alten Farben annahm. Rhenania wurde dann offiziell unter Aufnahme der Mitglieder des Rheinländerkreises am 3. Mai 1951 rekonstituiert.

CB-Farben: blau-weiß-hellrot (m.G.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: blau

Saxo-Borussia

Am 16. Dezember 1820 gestiftet war Saxo-Borussia kurzzeitig 1828 und von 1833 bis 1840 suspendiert. Ansonsten folgte nur eine Suspension von Seiten der Universität im Jahre 1856. Wegen des berüchtigten „Spargelessens“ wurde Saxo-Borussia durch den SC und die Universität 1935 suspendiert. Die Suspension wurde im folgenden Jahr von einem Schiedsgericht aufgehoben. Dennoch bestand das Corps wegen des politischen Drucks zunächst nicht fort und wurde erst 1952 rekonstituiert. Saxo-Borussia besteht bis heute in Heidelberg und wird dem weißen Kreis zugerechnet.

CB-Farben: weiß-grün-schwarz-weiß (m.S.), F-Farben: im SC keine F-Farben, Mütze: weißer Stürmer

Jenanach oben

 

Guestphalia

Die Guestphalia wurde am 16. März 1841 gestiftet. Sie war kurzzeitig im Jahr 1855, von 1856 bis 1861 und 1882 bis 1883 suspendiert. Nach der Auflösung des KSCV suspendierte Guestphalia endgültig am 13.10.1935. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschied man sich aufgrund der in der DDR herrschenden Verhältnisse zu einem Zusammenschluss mit dem Kartellcorps Palatia Straßburg, das schon seit Ende des ersten Weltkrieg in Freiburg ansässig war. Dort besteht Guestphalia im Corps Palatia-Guestphalia bis heute fort.

CB-Farben: grün-weiß-schwarz (v.u.) (m.S.), F-Farben: grün-weiß-grün (m.S.), Mütze: grün, im SS weißer Stürmer

Saxonia

Saxonia wurde als Landsmannschaft Altenburgia am 13. Februar 1805 mit den Farben rosa-gelb-weiß gestiftet und nahm im WS 1806/07 die heutigen Farben und 1808 den heutigen Namen an. Im August 1809 ereilte Saxonia eine kurzzeitige Suspension, bevor sie am 12. Juni 1815 zugunsten der Urburschenschaft aufgelöst wurde. Am 7. Juni 1820 wurde sie rekonstituiert und war vom SS 1834 bis 10. März 1838, 30. Juli 1849 bis 1. Juli 1853 und 24. Oktober bis 21. November 1861 erneut suspendiert. Nach einer weiteren Suspension am 28. Oktober 1862 bildete sich unabhängig von ihr am 27. November 1874 eine Verbindung Saxonia mit den Farben grün-weiß-gold, die sich im WS 1877/78 zunächst zu einer Landsmannschaft und im SS 1879 zum Corps erklärte. Am 29. Februar 1880 wurde sie in den SC rezipiert und nahm knapp ein Jahr später die Farben der alten Saxonia an. Sie wurde von den früheren Mitgliedern am 31. Mai 1884 als Fortsetzung anerkannt. Wie alle Corps suspendierte auch Saxonia im Zuge der politischen Verhältnisse am 29. Juni 1936. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Sie nicht in ihrer Heimatstadt rekonstituiert werden und schloss sich daher am 17. März 1951 mit ihrem Kartell Saxonia Bonn zum Corps Saxonia Jena et Bonn zusammen. 1955 wurde der Stiftungstag von 1805 anerkannt und Saxonia Jena konnte 1993 nach Jena zurückkehren. Dort besteht sie als Corps des roten Kreises bis heute.

CB-Farben: dunkelblau-hellblau-weiß (v.u.) (m.S.), F-Farben: hellblau-weiß-hellblau (m.S.), Mütze: dunkelblau

Thuringia

Thuringia wurde am 6. Juni 1820 von aus der Burschenschaft ausgetretenen Mitgliedern gestiftet. Sie war vom 22. Februar bis 1. Dezember 1833, vom 16. Januar bis 30. August 1836 und vom 6. November 1843 bis 12. März 1844 suspendiert. Ab da bestand Thuringia durchgehend bis zur Auflösung am 26. Oktober 1935. Sie trat nochmals kurz vom 21. Dezember 1935 bis 21. Februar 1936 zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Thuringia unter Aufnahme der in Hamburg 1948 gegründeten Verbindung Hansea am 6. Juni 1948 ebendort rekonstituieren und verlegte den aktiven Betrieb nach einer kurzen Suspension vom 16. Dezember 1989 bis 21. April 1990 am 9. Juni 1990 wieder nach Jena, wo sie bis heute als Corps des schwarzen Kreises besteht.

CB-Farben: schwarz-rot-weiß (v.u.) (m.S.), F-Farben: rot-weiß-rot (m.S.), Mütze: schwarz

Kielnach oben

Holsatia

Holsatia wurde offiziell am 1. August 1818 gestiftet, wenngleich der Tag historisch nicht nachvollziehbar ist. Die Verbindung mit den Farben lila-weiß erlosch Ostern 1823 und wurde am 31. August 1823 mit den Farben rot-weiß erneuert. Seit etwa 1826 führte man die Farben rot-weiß-rot. 1829 stifteten einige Mitglieder die Slesvicia mit der Holsatia im Januar 1833 zu Holsato-Slevicia (später Slesvico-Holsatia) fusionierte und die Farben blau-weiß-rot (später rot-weiß-blau) annahm. Die 1840er Jahre waren von zahlreichen Suspensionen geprägt. Erst am 12. Dezember 1855 konnte Holsatia wieder erstehen und war in den 1860er und 1870er Jahren wieder zahlreichen Suspensionen unterworfen. 1895 wurde der heutige Stiftungstag angenommen. Bald darauf suspendierte Holsatia erneut für 10 Jahre. 1912 wurde Holsatia von der Universität verboten und an ihre Stelle trat eine Franconia mit den Farben grün-weiß-rot bis im folgenden Jahr Holsatia wieder offiziell auftreten durfte. Wegen der politisch schwierigen Verhältnisse suspendierte Holsatia am 16. August 1936. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Corps am 11. Dezember 1947 rekonstituiert. Dezember 1948 bis Mai 1950 wurde im Band ein zusätzlicher schwarzer Streifen getragen, da man den CC der Borussia Breslau aufgenommen hatte, um dessen eigenständige Rekonstitution zu unterstützen. Holsatia besteht bis heute in Kiel und wird dem grünen Kreis zugerechnet.

CB-Farben: hellrot-weiß-hellrot (m.S.), F-Farben: hellrot-weiß (m.S.), Mütze: rot

Königsbergnach oben

Littuania

Littuania wurde am 19. Dezember 1828 konstituiert und feierte am 31. Januar 1829 ihr Gründungsfest. Dieser Tag galt später als das offizielle Stiftungsdatum. Die Farben waren von jeher grün-weiß-rot. Am 6. Dezember 1836 nahm Littuania eine Corpsverfassung an und 1848 kam es in dieser Frage zu einer weitreichenden Spaltung der Verbindung. Die Mehrheit wollte die Corpsverfassung abschaffen und stand zum Progess, sie behielt die Farben grün-weiß-rot. Der in der Abstimmung unterlegene Teil führte fortan grün-silber-rot und blieb ein Corps. Das Corps (sog. Silberlittauer) war das erste Königsberger Corps im KSCV (Beitritt 1864) und musste 1866 suspendieren. Die Mehrheit (sog. Tuchlittauer) stand zum Progreß und erkannte allen Mitgliedern die gleichen Rechte zu. Sie nannte sich ab dem 6. März 1861 „Landsmannschaft“. Diese Landsmannschaft beantragte 1894 Mitglied des Senioren-Convents zu werden und so kam es zu einer teilweisen Wiedervereinigung. 27 Silber-Littauer – darunter 16 ehemalige Tuch-Littauer – schlossen sich dem neuen Corps an. Aufgrund des Widerstands im Königsberger SC – Littuania wäre auf einen Schlag ältestes Corps gewesen – konnte Littuania sich nie offiziell auf ihr altes Stiftungsdatum rückdatieren. Im Herbst 1935 suspendierte Littuania aufgrund der politischen Verhältnisse und schloss sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Königsberger Corps Hansea und Baltia zur neugegründeten Albertina zusammen, die die Tradition des Königsberger SC bis heute pflegt.

 

CB-Farben: grün-weiß-rot (m.S.), F-Farben: weiß-grün-weiß (m.S.), Mütze: grün

 

Normannia

Das Corps Normannia wurde am 6. März 1833 gestiftet und bestand bis 2. Dezember 1847.

CB-Farben: blau-silber-schwarz (m.S.) F-Farben: unbekannt, Mütze: blau

Leipzignach oben

 

Misnia

Das Corps Misnia wurde am 8. November 1837 durch aus der Saxonia ausgetretene Mitglieder gestiftet. Ab 1860 ereilten Misnia zahlreiche kürzere Suspensionen und das Corps stellte den Aktivenbetrieb am 6. Juli 1893 endgültig ein.

CB-Farben: grün-weiß-rot (m.S.), F-Farben: grün-weiß (m.S.), Mütze: grün

Saxonia

Saxonia wurde als Landsmannschaft alten Typs am 4. September 1812 gestiftet. Am 12. März 1887 wurde sie von der Universität suspendiert und eine Neoborussia mit den Farben schwarz-weiß-rosa trat an ihre Stelle, bevor Saxonia am 10. September 1888 wieder ein Erscheinung treten konnte. Am 26. Oktober 1935 suspendierte Saxonia wegen der vorherrschenden politischen Verhältnisse. Nach dem Zweiten Weltkrieg war an einen Neuanfang in Leipzig nicht zu denken und Saxonia rekonstituierte 1950 zunächst in Frankfurt am Main, verlegte den Sitz 1973 nach Augsburg und schließlich am 9. Januar 2002 zurück nach Leipzig wo sie auch heute noch aktiv ist. Saxonia ist ein kreisfreies Corps.

CB-Farben: dunkelblau-hellblau-weiß (m.W.), F-Farben: dunkelblau-weiß (m.W.), Mütze: dunkelblau

Marburgnach oben

 

Teutonia

Zunächst bestand seit 7. Juli 1825 ein „Club der Blau-Roten“, aus dessen Kreis am 7. August 1825 Teutonia mit den Farben blau-rot gestiftet wurde. Im SS 1827 änderte man die Farben in blau-rot-gold. Ein Jahr später musste Teutonia wegen drohender behördlicher Verfolgung suspendieren und rekonstituierte am 21. März 1829. In den 1830er Jahren änderte Teutonia ihre Farben mehrmals zu blau-weiß-rot (1833), blau-weiß-gold (1835) und kehrte nach kurzer Suspension am 10. Mai 1839 zu den Farben blau-rot-gold zurück. Am 21. Januar 1841 stiftete Teutonia das Hilfscorps Marcomannia, das aber schon am 20. Juni 1841 in das Muttercorps zurücktrat. Dies brachte eine erneute Farbänderung zu blau-weiß-gold mit sich, die erst am 15. August 1852 rückgängig gemacht wurde. Vom 20. Dezember 1888 bis 26. Januar 1889 war Teutonia von der Universität suspendiert. Im Zuge der politischen Verhältnisse suspendierte Teutonia zunächst am 17. Oktober 1935, rekonstituierte kurzzeitig von Januar bis Mai 1936 und betreute ab 1938 zusammen mit den beiden anderen Marburger Corps die Kameradschaft „Carl Allmenroeder“, die ab 1940 auch Mensuren austrug. Der aus dieser Kameradschaft hervorgegangene „Akademische Club Marburg“ wude am 29. April 1951 als aktives Corps Teutonia anerkannt. Teutonia besteht bis heute in Marburg und ist Teil des blauen Kreises.

CB-Farben: hellblau-feuerrot-gold (m.G.), F-Farben: hellblau-feuerrot (m.G), Mütze: hellblau

Münchennach oben

 

Bavaria

Bavaria wurde am 30. November 1806 an der Universität Landshut gestiftet und suspendierte alsbald wegen behördlicher Verfolgung obwohl sie im Geheimen weiterhin bestand. In der Landshuter Zeit wechselten sich Suspensionen und Rekonstitutionen ab und am 15. November 1826 verlegte Bavaria ihren Sitz nach München, nachdem die Universität von Landshut dorthin umzog. Zusammen mit den übrigen Münchener Corps wurde Bavaria 1862 Mitglied des KSCV, trat 1864 aus und im folgenden Jahr wieder ein. Im Zuge der sich zuspitzenden politischen Verhältnisse suspendierte Bavaria am 1. März 1936 und wurde am 13. August 1947 rekonstituiert. Bavaria besteht bis heute als Lebenscorps.

CB-Farben: weiß-blau-weiß (m.G.), F-Farben: weiß-blau (m.G.), Mütze: weiß

Franconia

Franconia wurde am 29. Januar 1836 mit den Farben dunkelgrün-weiß-hellgrün in München gestiftet. Noch im selben Jahr wurden die Farben zur noch heute gültigen Form geändert. Gemeinsam mit dem Münchener SC trat Franconia 1862 dem KSCV bei und schied 1864 kurzzeitig aus. Unter den Nationalsozialisten suspendierte Franconia am 8. November 1935 und existierte vom SS 1938 bis SS 1939 insgeheim mit Mensurbetrieb fort.  Unter der Übernahme einiger Mitglieder der von Franconia betreuten Kameradschaft „von Scheubner-Richter“ rekonstituierte das Corps am 21. April 1950. Es besteht bis heute in München und wird dem grünen Kreis zugerechnet.

CB-Farben: grün-weiß-rot (m.S.), F-Farben: grün-weiß (m.S.), Mütze: grün

Makaria

Gestiftet am 4. November 1843 als namenlose Vereinigung nahm man 1847 den Namen Makaria an und wurde am 26. Mai 1848 genehmigt. Der bis heute offizielle Stiftungstag ist der 31. Mai 1848, an dem die Verbindung die Bänderweihe vornahm. Zwei Jahre später wurde Makaria am 16. Mai als Corps in den Münchener Senioren-Convent rezipiert. Ein Rückdatierungsversuch auf 1843 scheiterte nicht an der Historischen Kommission, die diese als begründet ansah, sondern am darauf tagenden oKC. Zusammen mit den übrigen Münchener Corps wurde Makaria 1862 Mitglied des KSCV. Der gesamte SC schied Mitte Juni 1864 aus dem Verband aus, Makaria wurde allerdings Ende des selben Monats wieder aufgenommen. Makaria suspendierte am 22. Mai 1936 und wurde am 26. November 1948 rekonstituiert. Seitdem besteht das Corps in München und ist Teil des Süddeutschen Kartells.

CB-Farben: schwarz-weiß-feuerrot (m.S.), F-Farben: schwarz-feuerrot (m.S.), Mütze: schwarz

Palatia

Gestiftet 20. Juni 1813 an der Universität Landshut mit den Farben weiß-blau-rot, nahm das Corps 1820 die heutige Farbreihenfolge an. 1826 verlegte Palatia seinen Sitz nach München, da auch die Universität von Landshut nach dort umzog. Gemeinsam mit dem SC wurde Palatia 1862 Mitglied des KSCV und schied 1864 aus dem Verband aus. Ein Jahr später wurde Palatia wieder aufgenommen. Im Zuge der politischen Verhältnisse suspendierte Palatia am 12. Oktober 1935, rekonstituierte nochmals für einen Tag im November 1935 und erneut am 4. April 1936 bevor sie schlussendlich am 19. Mai 1936 wieder suspendierte und erst am 20. Oktober 1948 rekonstituiert werden konnte. Palatia ist ein kreisfreies Corps und besteht weiterhin in München.

CB-Farben: hochrot-königsblau-silberweiß (m.S.), F-Farben: hochrot-königsblau (m.S.), Mütze: hochrot

Suevia

Gestiftet wurde Suevia am 16. Dezember 1803 mit den Farben grün-weiß-orange an der Universität Landshut. Von Februar bis November 1806 war sie suspendiert. 1821 änderte man die Farben zu schwarz-weiß-blau. Gleichzeitig mit der Universität verlegte auch Suevia ihren Sitz 1826 nach München und wurde gemeinsam mit den übrigen Münchener Corps 1862 Mitglied des KSCV. Wie der gesamte SC trat sie 1864 aus dem Dachverband aus und wurde im folgenden Jahr wieder aufgenommen. Suevia gehörte zu den Corps, die wegen Nichterfüllung der Arierbestimmungen 1934 aus dem KSCV ausgeschlossen wurden und suspendierte daher kurzzeitig im selben Jahr. Ab dem 1. Oktober 1934 bestand Suevia bis 29. Juli 1939 als verbandsfreies Corps. Die von ihr seit 1938 betreute Kameradschaft „Prinz Eugen“ schlug seit dem WS 1943/44 wieder Mensuren und rekonstituierte Suevia am 16. Dezember 1944 formell. Suevia selbst rekonstituierte am 24. April 1948 und besteht bis heute. Sie wird zum schwarzen Kreis gezählt.

CB-Farben: schwarz-weiß-blau (m.S.), F-Farben: schwarz-blau (m.S.), Mütze: schwarz

Kösener Corpsstudenten als Schülernach oben

Im Folgenden werden Silhouetten Kösener Corpsstudenten gesammelt, die zum Zeitpunkt der Entstehung der Silhouetten noch keine Corpsstudenten waren, sondern zumeist als Schüler oder gar Angehörige einer Schülerverbindung gezeigt werden. Soweit möglich sind Informationen zu den Verbindungen in den Texten zu den einzelnen Silhouetten erwähnt.