Bene Merentis

Carl Manfred Frommelnach oben

In Hamburg geboren und in Berlin aufgewachsen, studierte Frommel (1884–1938) in Berlin und Göttingen ohne Abschluss Jura, Philologie und Medizin. 1906 wurde er bei Bremensia aktiv. Schon damals legte er den Grundstock seiner akademisch-studentischen Büchersammlung. Er gehörte zu den Gründern der Deutschen Studentenschaft und beteiligte sich 1912 an der Bildung des ersten Kartells schlagender Korporationsverbände, einem Vorläufer des Allgemeinen Deutschen Waffenrings (ADW). Aus dem Ersten Weltkrieg nach Göttingen heimgekehrt, gab er für die Deutsche Studentenschaft jahrelang die Deutsche Akademische Rundschau (DAR) heraus. Für die DAR schrieben unter anderem Karl Jaspers, Wilhelm Mommsen, Theodor Seitz, Carl Duisberg und Fritz Haber. Durch seine publizistische Arbeit erlangte Frommel großen Einfluss auf die Entwicklung des Verbandes. Den von ihm in Göttingen gegründeten Hochschulverlag GmbH leitete er von 1920 bis 1925. Im Allgemeinen Deutschen Waffenring fungierte Frommel zeitweilig als Vorsitzender des Verfassungsausschusses. 1922 regte er die Gründung der Historischen Kommission des KSCV an. Er war ihr Schriftführer und Ideengeber. Seit 1926 verheiratet, übersiedelte er nach Düsseldorf. Dort war er für kurze Zeit Geschäftsführer einer Druckerei und Angestellter der Trottmann-Bank. Überaus erfolgreich war seine Vorstellung des KSCV auf der Pressa Köln 1928. Der Leiter der Stadtbücherei Frankfurt/Main wurde auf Frommel aufmerksam und erwirkte, dass er mit dem Titel eines Bibliotheksrats von Frankfurts Stadtverwaltung übernommen wurde. In Frankfurt betreute er die hochschulkundlichen Leihgaben des VAC, die Fabricius von der Philipps-Universität an die neue Goethe-Universität abgegeben hatte. Darunter waren die 12.000 Nummern von Frommels eigener Sammlung. Da sie nicht die erhoffte Förderung erfuhr, wurde sie 1933 vom Verlag der Deutschen Corpszeitung erworben. Frommel verzichtete auf alle Rechte aus seinem Anstellungsverhältnis bei der Stadt Frankfurt. Er wurde Hauptschriftleiter und Verlagsleiter bei der Corpsstudentischen Verlagsanstalt (1934–1936). Nebenbei nahm er die Verwaltung und den Ausbau der Sammlung wahr. Die DCZ brachte er nach Inhalt und Ausstattung auf nie erreichte Höhe. 1935/37 wurden die Frankfurter Sammlungen mit den Archivbeständen der aufgelösten Kösener Verbände auf die Festung Marienberg überführt. Mit dem Aufbau des Instituts für Hochschulkunde und Studentengeschichte beauftragt, übersiedelte Frommel ebenfalls nach Würzburg. Nachdem er 1931 noch die Schleife von Starkenburgia erhalten hatte, starb er im Alter von 53 Jahren. Die Eröffnung seines Instituts in Würzburg erlebte er nicht mehr.(3) Sein Nachlass befindet sich dort im Kösener Archiv (Bestand N 5).

  • Die Mitglieder der Bremensia zu Göttingen vom 25. Febr. 1811 bis zur Gegenwart „G.-B. 4“; (Grünbuch d. Bremensia). Göttingen 1912.
  • Denkschrift zum Übereinkommen der vier alten schlagenden Verbände auf den deutschen Universitäten, des Kösener SCV, der Deutschen Burschenschaft, der Deutschen Landsmannschaft und des VC, des Verbandes der Turnerschaften. 1914.
  • Denkschrift betreffend akademische Presse. Göttingen 1922.
  • Das Idiotikon der Burschensprache des Georg Franz Burghard Kloß. Frankfurt am Main 1931.
  • Brüder lagert euch im Kreise … : ein Göttinger Commersbericht des Johann Georg Burckhardt Kloß aus dem Jahre 1809. Frankfurt am Main 1931.

Dr. phil. Hans Lippoldnach oben

In seiner Heimatstadt Tilsit besuchte Lippold (1899–1976) die Königliche Litthauische Provinzialschule. Seit dem Sommersemester 1917 Kriegsfuchs bei Masovia, kam er im Herbst 1917 an die Fronten im Osten und im Westen. Schwer verwundet heimgekehrt, studierte er ab dem SS 1919 an der Albertus-Universität Geschichte, Philosophie, Deutsch, Kunstgeschichte und Staatswissenschaft. Nach der Promotion ging er zur Ostpreußischen Zeitung, für die er als studentische Beilage die Albertus-Blätter begründete. 1925 wurde er an die Reichszentrale für Heimatdienst berufen. 1932 sprach er auf dem aoKC in Göttingen über Ostpreußens Bedeutung für das Reich. 1933 meldete er sich zum Reichsarbeitsdienst. Nach dem Krieg war er freier Journalist in Friedrichstadt, ab 1963 in Hamburg. Er war schon als CB mit der Führung von Masovias Annalen beauftragt und gab 1919/20 die Monatsberichte heraus. Zu verdanken sind ihm der 3. Teil von Masovias Corpsgeschichte (1910–1930), die Schilderung der Jahrhundertfeier und der Bericht über die Suspension und den Neubeginn in Kiel (1930–1950). Er besorgte die erste Nachkriegsausgabe des Gesamt-Mitgliederverzeichnisses (1823–1959). Für die Deutsche Corpszeitung schrieb er viele Beiträge.(5)

Einst und Jetzt
  • Ferdinand Gregorovius Masoviae, Bd. 5 (1960), S. 62–71.
  • Die Herkunft von Farben und Namen des Corps Masovia zu Königsberg, Bd. 6 (1961), S. 121–127.
  • Zwei Königsberger Corpsburschen auf Wanderschaft. Ein Spaziergang
    durch mehrere Länder im Jahre 1843, Bd. 10 (1965), S. 102–107.
  • Fuchstaufe bei Masovia Königsberg 1830 bis 1934, Bd. 10 (1965), S. 161–163.
  • Die Königsberger Corps Scotia (1829–1847), Borussia (1829–1847), Normannia I (1833–1847), Normannia II (1873–1889), Baltia I (1834–1840) und Pappenhemia (1824–1841), Bd. 13 (1968), S. 80–92.
  • Studentenbälle in Königsberg im 19. Jahrhundert, Bd. 14 (1969), S. 71–75.
  • Königsberger Studenten in unruhiger Zeit 1831/1848, Bd. 15 (1970), S. 74–79.
  • Die Albertina und der Albertus, Bd. 17 (1972), S. 137–144.
  • Das Königsberger Komitat, Bd. 19 (1974), S. 173–175.
  • Der Syphon, Bd. 19 (1974), S. 211–212.
  • Das Collegium Albertinum. Ein altes Universitätsgebäude [in
    Königsberg], Bd. 21 (1976), S. 191–194.
  • „Kühnappel“ – ein vergessenes Studentenlied, Bd. 21 (1976), S. 261–262.

Dr. rer. nat. Adolf Sieglnach oben

Siegl (1908–1999) stammte aus Nordböhmen und besuchte die Oberrealschule seiner Heimatstadt Teplitz. Als Prager Franke studierte er an der Karl-Ferdinands-Universität Chemie. Nach der Promotion ging er an die Universität Erlangen und zu verschiedenen Firmen der Brennstofftechnik. Im Zweiten Weltkrieg diente er bei einem Grenadier-Regiment und an der Schule der Nebeltruppe in Celle. Als beratender Chemiker bei einem Stab im Westen geriet er in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung war er ab 1946 Chemiker bei der Rhein-Elbe-Bergbau AG. Ohne ihn wäre die Erinnerung an das unvergleichliche Studentenleben Prags so gut wie verloren.

  • Prager Studentenlieder. Deutsche Corpszeitung 60 (1959), S. 119–121.
  • Die Schillerfeier in Prag vor hundert Jahren, die Wiege der Corps in Österreich. Deutsche Corpszeitung 60 (1959), S. 183–186.
  • Über Namen und Farben österreichischer Corps. Deutsche Corpszeitung 62 (1961), S. 142–144.
  • Zur Geschichte des Mensurwesens im Prager SC. Einst und Jetzt, Bd. 9 (1964), S. 128–136.
  • Der Corpsphilister-Verband im tschechoslowakischen Staat. Einst und Jetzt, Bd. 14 (1969), S. 160–162.
  • Aus der Gründungszeit der Prager Corps. Einst und Jetzt, Bd. 16 (1971), S. 131–144.
  • Die „Elegie an Prag“ des Dr. med. Keim. Einst und Jetzt, Bd. 18 (1973), S. 197–201.
  • Die suspendierten Corps des Prager SC [Moldavia 1860]. Einst und Jetzt, Bd. 18 (1973), S. 197–201.
  • Die suspendierten Corps des Prager SC – Rugia. Einst und Jetzt, Bd. 19 (1974), S. 222–223.
  • Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 95–133.
  • Die Schließung der deutschen Hochschulen in Prag [1945]. Einst und Jetzt, Bd. 24 (1979), S. 95–104.
  • „Abraham“ und „Osman“ – zwei Originale der Prager deutschen Studentenschaft. Einst und Jetzt, Bd. 28 (1983), S. 159–166.
  • Univ.-Prof. Dr. Alois von Brinz, Sueviae München, Frankoniae Prag, und seine Prager Lehrtätigkeit [1857–1866]. Einst und Jetzt, Bd. 29 (1984) S. 179–183.
  • Die Gründung der mittelalterlichen Universität zu Prag. Einst und Jetzt, Bd. 30 (1985), S. 87–112.
  • Die Gründung des AHSC zu Wien. Einst und Jetzt, Bd. 31 (1986), [1885], S. 223–233.
  • Corpsstudenten unter den politisch verdächtigen Studenten des Vormärzes. Einst und Jetzt, Bd. 32 (1987), S. 89–96.

Dr. phil. Fritz Ranzinach oben

Der Südtiroler Ranzi (1909–1977) studierte in Innsbruck erst Medizin, dann Philosophie, Geschichte, Geographie und Germanistik. Jahrelang war er Vorsitzender des Deutsch-freiheitlichen Hochschulausschusses. 1935 ging nach Leipzig zu seinem Corpsbruder Helbok, der als Nationalsozialist im Ständestaat seines Amtes enthoben und auf den Leipziger Lehrstuhl berufen worden war. Am Institut für deutsche Landes- und Volksgeschichte schrieb Ranzi eine bevölkerungswissenschaftliche Doktorarbeit. Am 7. Februar 1938 mit dem Prädikat „sehr gut“ zum Dr. phil. promoviert, wurde er Leiter der Forschungsabteilung am Institut für Landesgeschichte und Siedlungskunde. Als Soldat der Wehrmacht war er 1941/42 in Königsberg. Auf seinen Rat gründeten 18 Medizinstudenten der Luftwaffe die geheime Verbindung Daidalia. Das blau-silber-blaue Band wurde ständig unter der Uniform getragen. Daidalia ging am 3. Februar 1942 in der Kameradschaft „Hermann von Salza“ auf. Sie ermöglichte der Burschenschaft Gothia als einzigem Königsberger Bund die Rekonstituierung im Krieg (bis 1944). Ranzi erhielt Daidalias Ehrenband, konnte es als Corpsstudent aber nicht tragen. Den Daidalen blieb er zeitlebens treu.(4)

  • Die SC-Verbände der Vorkösener Zeit in Österreich. Einst und Jetzt, Bd. 1 (1956), S. 61–76.
  • Übersicht über die bestehenden und suspendierten Kösener und vorkösener Corps in Österreich. Einst und Jetzt, Bd. 6 (1960), S. 114–117.
  • Corps und Burschenschaft in Österreich im Wandel der Ideen. Einst und Jetzt, Bd. 6 (1956), S. 73–85.
  • Geschichte des Akademischen Corps Athesia zu Innsbruck. Innsbruck 1961

Horst-Ulrich Textornach oben

Textor (* 1933) besuchte das Zinzendorf-Pädagogium Niesky in der Oberlausitz und das Mathematisch-Naturwissenschaftliche Gymnasium in Mülheim an der Ruhr. Ab dem Wintersemester 1953/54 studierte er Elektrotechnik (Fachrichtung Starkstromtechnik) an der RWTH Aachen. Dort wurde er 1954 Mitglied des Corps Franconia Fribergensis. Nach dem Diplom-Examen erwarb er sich praktische Erfahrungen in der Ingenieursarbeit als Konstrukteur bei der AEG und als Projekteur bei den Hamburgischen Electricitäts-Werken. Von 1963 bis zum Eintritt in den Ruhestand war er Sachverständiger für Elektrotechnik und Fördertechnik beim Rheinisch-Westfälischen Technischen Überwachungsverein in Essen/Duisburg.(2) Seit über 50 Jahren Jahren befasst er sich mit der Geschichte der Weinheimer Corps an der Bergakademie Freiberg, der RWTH Aachen und der Technischen Universität Clausthal. Von 1991 bis 2012 saß er in der Historischen Kommission des WVAC, seit 2006 als Vorsitzender. Das Corps Franconia Fribergensis ernannte ihn zum Ehrenburschen.

Bücher
  • Das Corps Franconia in Freiberg 1828–1935. Aachen 2005.
  • Das Corps Franconia Fribergensis zu Aachen 1953–2013. Aachen 2015.
  • Die Freiberger Franken von 1838–1935. Aachen 2017.
  • Beiträge
  • Der SC zu Freiberg – Der SC zu Aachen – Der SC zu Clausthal, in: Die Entwicklung des WSC und seiner Corps in den 1930er Jahren. Beiträge zur Geschichte des WSC, hg. von der Historischen Kommission des WVAC. Weinheim 1995.
  • Örtliche Altherren-Vereinigungen (öWVAC) , in: 100 Jahre Weinheimer Verband Alter Corpsstudenten (WVAC e.V.) 1903–2003. Beiträge zur Geschichte des WSC, hg. von der Historischen Kommission im Auftrage des Vorstands des WVAC e.V., Weinheim März 2003, S. 15–29.
  • Zur Geschichte des Corpsstudententums: Von der Paulskirche bis zur Reichsgründung. Corps – Das Magazin 2/2006, S. 22 f.
  • Zur Geschichte des Corpsstudententums: Der WSC von der Reichsgründung bis zum Ersten Weltkrieg. Corps – Das Magazin 4/2006, S. 22 f
  • Die Weinheimer Corps während des Dritten Reiches 1933–1945, in: Die Schicksale der Weinheimer Corps und ihrer Angehörigen während des Dritten Reiches 1933 bis 1945. Beiträge zur Geschichte des WSC, hg. von der Historischen Kommission des WVAC. Weinheim 2010, S. 10–25.
  • Entstehung studentischer Zusammenschlüsse und Verbindungen vor 1800. Orden, Logen, Landsmannschaften im Mittelalter und der frühen Neuzeit, in: Ralf Prescher (Hg.): Füxe, Kneipen und Couleur, Studentenverbindungen in Vergangenheit und Gegenwart. acadpress, Essen 2011, S. 1721.
  • Neubeginn des WSC und des WVAC nach 1945, in: Neubeginn der Weinheimer Corps nach 1945. Beiträge zur Geschichte des WSC, hg. von der Historischen Kommission des WVAC. Weinheim 2013, S. 13–32.
Einst und Jetzt
  • Die Bergakademie Freiberg und das Brauchtum ihrer Studenten. Bd. 41 (1996), S. 227–241.
  • Carcer-Buch bei der Königl. Bergakademie zu Freiberg. Bd. 42 (1997), S. 91–109.
  • Freiberger Corpsstudenten in Leoben. Bd. 43 (1998), S. 311–321.
  • Münchener Franken an der Bergakademie Freiberg (1856–1861). Bd. 44 (1999), S. 207–215.
  • Der lange Weg des Freiberger SC in den WSC, Bd. 45 (2000), S. 241–256.
  • Bergstudentisches Brauchtum. Bd. 46 (2001), S. 11–32.
  • Das 40. Attentat auf Adolf Hitler. Der Corpsstudent Eberhard von Breitenbuch im militärischen Widerstand. Bd. 47 (2002), S. 253–261.
  • Die Beziehungen zwischen den Corps in Freiberg und Tharandt. Bd. 47 (2002), S. 281–294.
  • Die Kameradschaften an der Bergakademie Freiberg zwischen 1933 und 1945. Bd. 48 (2003), S. 283–297.
  • „Der Ansiedler im Missouri-Staate“. Der Freiberger Franke Graf Adelbert von Baudissin-Bergmann, Offizier und Schriftsteller. Bd. 49 (2004), S. 229–243.
  • Die Suche nach den verloren gegangenen Prozenten. Zum 100. Todestag von Clemens Winkler (Franconia Freiberg/Sa.), dem Entdecker des Germaniums. Bd. 50, S. 457–470.
  • Der Weinheimer SC während der Weimarer Republik. Bd. 51 (2006), S. 219–234.
  • Die Freiberger Franken im Dritten Reich bis zur Auflösung des aktiven Corps 1935. Bd. 54 (2009), S. 385–405.
  • Major-General William August Kobbé (1840–1931). Sein Lebensweg vom Freiberger Franken zum US-Militärgouverneur auf den Philippinen. Bd. 55 (2010), S. 149–170.
  • „Mitkämpfer in der Front des neuen Deutschland“. Die Weinheimer Corpsverbände und der Nationalsozialismus. Bd. 56 (2011), S. 279–347.
  • Freiberger Bergakademiker an der Universität Leipzig. Bd. 56 (2011), S. 378–383.
  • Der Großindustrielle Louis Haniel (1817–1889). Freiberger Bergakademiker und Corpsstudent. Bd. 57 (2012), S. 325–338.
  • Die Revolution in Sachsen 1848/49. Freiberger Bergstudenten auf den Barrikaden Dresden, Bd. 59 (2014), S. 289–313.
  • Hector und Heinrich Roessler, die Gründer der „Degussa“ und ihre Studienzeit in Freiberg/Sachsen, Bd. 61 (2016), S. 273–300.
  • Ein tödliches Duell in Freiberg 1845 und die vorübergehende Schließung der Bergakademie. Eine Darstellung anhand zeitgenössischer Zeitungsberichte, Bd. 63 (2018), S. 165–184.
  • Zur Geschichte der Rheinisch-Westfälischen Hochschule und der Aachener Corps, Bd. 64 (2019), S. 187–222.

Rüdiger Kutznach oben

Der pommersche Franke Kutz (* 1946) ist Mitglied von drei Corps im Süddeutschen Kartell. Er studierte an der TU München Architektur. Als Diplom-Ingenieur trat er nach dem Zweiten Staatsexamen in den Dienst des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege. Er war Gebietsreferent der praktischen Denkmalpflege für Unterfranken in Bamberg. Er ist seit 1967 Münchner Makare und seit 1979 Archivar des Corps. Seit 1982 hütet er die berühmte Silhouettensammlung von Ernst Biesalski. Der Verband Alter Corpsstudenten berief ihn 1987 in die Historische Kommission und ernannte ihn 1990 zum Beauftragten für die Denkmäler bei der Rudelsburg. 2005 erhielt er die Corpsschleife von Franconia Würzburg. Der Schacht verlieh ihm 2011 das Band. Kutz verfügt über das umfangreichste digitalisierte Bild- und Dokumentenarchiv zum Corpsstudententum. Wie kein anderer kennt er die Geschichte des Münchner Senioren-Convents, des Süddeutschen Kartells und des gelben Kreises. Seit Jahrzehnten befasst er sich mit der Rolle von Lola Montez im Königreich Bayern und mit der Bedeutung der Corpsstudenten in Oberfranken.(1)

  • Alemannia (III) München. 30. 7. 1847 – 10. 2. 1848. Einst und Jetzt, Bd. 26 (1981), S. 57–82 („Lolamannia“).
  • Das Münchner Studentenfreicorps (6. 3. 1848 bis 16. 5. 1849). Einst und Jetzt, Bd. 31 (1986), S. 15–46.
  • Die Chronik der Rudelsburg und ihre Denkmäler. Einst und Jetzt. Sonderheft 1993.
  • Die Rudelsburg als Symbolort der Kösener Corpsstudenten, in: Annette Schneider (Hg.): Deutsche Erinnerungslandschaften Rudelsburg – Saaleck – Kyffhäuser. Protokollband der wissenschaftlichen Tagungen 14.–16. Juni 2002 in Bad Kösen und 13.–15. Juni 2003 in Bad Frankenhausen. Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V., Halle 2004
  • „Durate et vosmet rebus servate secundis!“ Kurzer Überblick über die Geschichte des erloschenen Kösener Corps Littuania Königsberg. Einst und Jetzt, Bd. 54 (2009), S. 289–300.

Fußnoten

1 Kutz, Rüdiger, in: Friedhelm Golücke: Verfasserlexikon zur Studenten- und Hochschulgeschichte. Ein bio-bibliographisches Verzeichnis. SH-Verlag, Köln 2004, S. 187.
2 Textor, Horst-Ulrich, in: Friedhelm Golücke: Verfasserlexikon zur Studenten- und Hochschulgeschichte. Ein bio-bibliographisches Verzeichnis. SH-Verlag 2004, S. 330
3 Paschke: Carl Manfred Frommel Bremensiae (FM) Starkenburgiae I.d.C. Einst und Jetzt, Bd. 1 (1956), S. 109–112
4 Fritz Ranzi
5 Lippold, Hans, in: Friedhelm Golücke: Verfasserlexikon zur Studenten- und Hochschulgeschichte. Ein bio-bibliographisches Verzeichnis. SH-Verlag, Köln 2004, S. 200f.
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