Historischer Pauktag

Im Wintersemester 2019/20, lange vor der COVID-19-Pandemie, hatte der Mitteldeutsche CSC beschlossen, im Sommersemester 2020 den letzten Bestimmtag erstmals auf der Rudelsburg abzuhalten. Bis dahin waren gegen Schluß eines Sommersemesters oft Waldpauktage in Tharandt vereinbart worden. Der Kastellan vulgo Pächter der Burg war einverstanden. So setzten die Consenioren von Jena, Leipzig, Halle, Dresden und Freiberg für den 4. Juli einen großen Pauktag mit elf Partien fest. Die Modalitäten des wohl ersten Pauktages in der Geschichte der Rudelsburg genügten den letzten Corona-Verordnungen des Landes Sachsen-Anhalt. Am Bestimmtag war die Burg für den Publikumsverkehr gesperrt. Zwei Wachmänner eines Sicherheitsunternehmens ließen am Tor nur Corpsstudenten passieren. Jeder hatte sich in die Anwesenheitsliste einzutragen. Im Burghof standen die Tische weit auseinander. Rittersaal und Kunoklause dienten als „Einpackräume“, die nur von den Angehörigen der mensurbeteiligten Corps betreten werden durften. Ausgetragen wurden die elf Partien bei angenehmer Temperatur und frischem Luftzug im hinteren Bereich des Burghofs, in dem sich die 313 registrierten Corpsstudenten (darunter 36 Lausitzer) ohne Gedränge und diszipliniert verteilten. Im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit (21 Uhr) fiel die vorgesehene Fechterkneipe aus. Den Umtrunk von etwa 20 Corpsstudenten, überwiegend Alten Herren, leitete Herr von Creytz, der eine fröhliche Rede über den guten Verlauf des Tages hielt. – Ausführlicher Bericht von Weiß Lusatiae EM, Marchiae Berlin in Lausitzer-Zeitung 3/2020, S. 30–32.

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