Karl Coing

192 – Karl Coing

Karl Coing kam am 24. August 1836 in Harle (Kreis Melsungen) zur Welt. Sein Vater war Metropolit. Im Sommersemester 1855 immatrikulierte er sich an der Universität Marburg als stud. theol. und wurde am 15. April 1855 bei Hasso-Nassovia als Renonce aufgenommen. Am 31. Dezember desselben Jahres wurde er rezipiert und war während seiner Aktivität einmal Fuchsmajor. Im Sommersemester 1857 wechselte er an die Universität Erlangen und wurde – zwei Tage vor seiner Immatrikulation – bei Baruthia rezipiert. Nach seinem Studienabschluss kehrte er zurück in seine hessische Heimat und wurde zunächst Pfarrer in Großallmerode und später Eitenhagen. Zuletzt war er – wie sein Vater – Metropolit in Trendelburg. Er starb am 22. Februar 1894.
Die ursprünglich Widmung der Silhouette scheint einmal beschädigt worden zu sein und wurde später nachgemalt. Sie lautet: „C. Coing [Z!] [Z!]s/m l. Blasrohr [Z!] z. fr. Er.“ Beim Nachmalen der Zirkel von Coing wurde sein Hessen-Nassauer Zirkel vergessen, der nur schwach zu erkennen ist. Anstelle des korrekten Bayreutherzirkels wurde der Zirkel des Corps Bavaria Erlangen gesetzt. Zusätzlich zur Widmung ist die Silhouette datiert „18Ph56“. Letzteres muss auch falsch nachgezeichnet worden sein, da er erst im folgenden Jahr bei Baruthia rezipiert wurde. Dass es sich zweifelsfrei um Coing handelt konnte allerdings durch ein Vergleichsstück sichergestellt werden.

Sammlung Rolf Caselitz Hubertiae München, Starkenburgiae, Saxoniae Leipzig, Brunsvigae, Borussiae Greifswald

Quellen:
KCL1960, 99, 192 / 19, 343
Janz, Heinrich/Grimmeiß, Maximilian: Matrikel des Corps Baruthia Erlangen 1803-1963; Erlangen 1963, S. 71