Adolf Jaeger

346 – Adolf Jaeger

Adolf Julius Jaeger wurde in Göttingen geboren. Er studierte in seine Heimatstadt Rechtswissenschaften und wurde dort 1829 in die Hannovera rezipiert. Zweimal war er Consenior, einmal Senior. Später wechselte er an die Universität Heidelberg, wo er sich am 16. Dezember 1831 immatrikulierte und noch im selben Jahr bei Guestphalia aktiv wurde. Bis 1848 saß er auf Gut Harmuthsachsen in Nordhessen und ging dann in die Vereinigten Staaten. Er fiel im Sezessionskrieg 1865.
Jaeger hat Otto von Bismarck aktiv gemacht: „Die Hannoveraner lernte Bismarck bereits im Mai 1832 bei einem Aufeinandertreffen auf der Weender Straße kennen. Sie bestanden zu dieser Zeit verfolgungsbedingt als Clubb, das Farbentragen in der Öffentlichkeit war für die Göttinger Verbindungen nicht möglich. Am 5. Juli 1832, also am Tag nach der ausgiebigen Feier mit seinen amerikanischen Freunden, ließ er sich durch den ebenfalls im Hause Rote Straße 27 logierenden Hannoveraner Adolf Jäger als Renonce vorschlagen und wurde als solche durch den Convent vom 6. Juli 1832 gemeinsam mit Albrecht Erxleben angenommen.“
Die Silhouette trägt eine äußerst blasse Beschriftung „Jäger […]“, die auf dem Scan kaum zu erahnen ist. Das Wort hinter „Jäger“ ist nicht zu lesen.

Nicht namentlich genannte Privatsammlung

Quellen:
KCL1960, 42, 346 / 64, 186
Toepke, Gustav (Hrsg.): Die Matrikel der Universität Heidelberg (5. Teil), Von 1807 – 1846; Heidelberg 1904; S. 479