Bernhard Endrulat

278 – Bernhard Endrulat

Bernhard Ferdinand Julius Endrulat wurde am 24. August 1828 in Berlin geboren und am 14. September getauft. Seine Eltern waren Heinrich Endrulat und dessen Ehefrau Friederike Wilhelmine geb. Horn. Er besuchte die königliche Realschule, wechselte später zunächst auf das Joachimsthalsche Gymnasium und schließlich auf das Friedrich-Wilhelms Gymnasium, wo er Ostern 1848 sein Abitur ablegte. Direkt im Anschluss immatrikulierte er sich als stud. phil. an der Universität seiner Geburtsstadt und schloss sich der Marchia an, in die er 1849 recipiert wurde. Endrulat brach das Studium im folgenden Frühjahr ab und wurde Soldat. Als solcher nahm er an den Feldzügen in Schleswig-Holstein teil. 1851 verließ er das Militär und wurde zunächst Hauslehrer in Holstein, bis er 1854 an die höhere Mädchenschule in Hamburg berufen wurde. Zehn Jahre später wurde Endrulat von Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein zum Leiter seines Preßbureaus ernannt und wirkte nebenher als privater Schriftsteller und Lehrer. Am 8. Januar 1865 heiratete er in Kiel Charlotte Adelheid Fernandine Hennings (geb. 1841) und trat schließlich 1876 eine Stelle als Kandidat am königlichen Staatsarchiv in Düsseldorf an. Danach war Endrulat am Aufbau des Reichskammergerichtsarchivs in Wetzlar beteiligt. Später war er Archivar dortselbst und ab 1885 Staatsarchivar in Posen. Endrulat starb im folgenden Jahr am 17. Februar in Posen.
Die Silhouette ist gewidmet „Jena Nov.48 – B. Endrulat [Z!] s/m C. Daubert [Z!] z. f. E.“

Archiv des Corps Marchia Berlin

Quellen:
KCL1960, 4, 278
Amtliches Verzeichnis des Personals und der Studirenden auf der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin – Auf das Sommerhalbejahr von Ostern bis Michaelis 1848; S. 7
Taufregister der Garnisongemeinde Berlin; Jg. 1828; Nr. 190
Wikipediaartikel Bernhard Endrulat; Stand 7. März 2022
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