Adolph Poltrack

Adolph Poltrack Lusatiae Leipzig

Johann Andreas Adolph Poltrack kam am 11. März 1831 in Wendisch-Kunnersdorf als Sohn des dortigen Rittergutsbesitzers Karl Gottlieb Poltrack zur Welt. Er besuchte von 1844 bis 1852 das Gymnasium in Bautzen und immatrikulierte sich im Wintersemester 1852/53 als stud. iur. an der Universität Leipzig. Dort wurde er am 21. Oktober 1852 Renonce bei Lusatia, in die er schließlich am 4. Juni 1853 rezipiert wurde. Im Wintersemester 1853/54 und Sommersemester 1854 war er Sekretär, in den beiden darauffolgenden Semestern Senior. Als solcher vertrat er den SC zu Leipzig auf dem Kösener Congress 1855, der zur endgültigen Konstituierung des Verbandes führte. Kurz darauf legte er am 7. Juni 1855 die erste Charge wegen seins bevorstehenden juristischen Examens nieder. Insgesamt focht er neun Mensuren, wovon drei PP-Partien waren. Nach dem Universitätsexamen war er Rechtskandidat bei einem Anwalt in Leipzig, Accessist in Löbau und seit 1859 Aktuar in Chemnitz. Später machte er das Staatsexamen und wurde 1863 Polizeiassessor und 1867 Stadtrat in Chemnitz. Er wurde mit dem königlich sächsischen Albrechtsorden erster Klasse ausgezeichnet und starb am 21. Oktober 1891 in Chemnitz.

Die Silhouette zeigt ihn 1850 als Angehörigen einer unbekannten Schülerverbindung aus Bautzen, die mit Lusatia Leipzig in enger Beziehung gestanden haben dürfte. Das Band zeigt die Farben der Lusatia, die Mütze hat dieselbe Farbe und die umgekehrte Bandreihenfolge als Perkussion. Die Silhouette ist gewidmet „Adolph Poltrack (Torkel) s/m Gnim z. f. E.“ und datiert „Bautzen d. 6/3 1850.“

Ehemals Sammlung Robert Soppa Saxoniae Konstanz

Quellen:
KCL1960, 3, 399
Weiß, Egbert: Aktiv in der Monarchie – Leipziger Corpsstudenten von 1807 bis 1018 – Lebensläufe der Lausitzer; Leipzig 2017; S. 203